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Kürzel: SPHauptstadt: São Paulo Telefonieren: Wichtige Nummern Bevölkerungszahl: 41.262.199 (Stand 11/2010) Distrikte: 63 Städte: 645 Grösse/km2: 248.197 km2 Strassen/km: 195.026 Bevölkerungsdichte/km2: 166,25 Einw./km2 Kunsthandwerk/Souvenirs: Keramik, Lederwaren, Textilien Wirtschaft: Auto-, Metall-, Flugzeug-, Pharma-, Elektronik- und Maschinenindustrie Lokale Bezeichnung für Einwohner "PAULISTA", der im Hinterland lebt - und "PAULISTANO", der in der Hauptstadt, São Paulo Capital, lebt. Rio Tietê (1.130 km), Rio Paranapanema, Rio Grande, Rio Turvo, Rio do Peixe, Rio Paraíba do Sul, Rio Piracicaba, Rio Ribeira de Iguape. Geografische Fläche Etwas grösser als Grossbritannien, offen zum Atlantischen Ozean hin, mit 622 km Küste. Umfasst zwei unterschiedliche natürliche Regionen: die Küstenregion und die Hochebene. Die Küstenregion ist die weniger ausgeprägte – schmal im nördlichen Abschnitt und besonders breit zum Süden hin, wo sie von der Baixada de Ribeira de Iguape eingenommen wird. Innerhalb der Küstenregion treten Strände auf, Mangrove-Wälder, isolierte massive Terrassen, woraus schroffe Klippen am Meeresufer resultieren mit relativ flachen Stränden. Im Hintergrund erscheint stets die Berg-Silhouette der Serra do Mar, welche das Planalto des Hinterlandes zum Meer hin begrenzt. Das Planalto (Hochebene) nimmt mehr als 90% des Staatsterritoriums ein, mit Höhen zwischen 300 und 900 m, ausgenommen einige wenige Gebiete, in denen sich Gebirge auftürmen, die mehr als 2.400 Meter Höhe erreichen – seine höchste Erhebung, der Pico dos Marins erreicht 2.422 Meter und liegt im Nordwesten des Bundessstaates. Infrastruktur Das Strassennetz Präsentiert insgesamt eine Länge von 195.026 km – davon sind 1.146 km Bundesstrassen und 18.645 km staatliche Landstrassen – 25.306 km sind asphaltiert. Unter den wichtigsten Strassenverbindungen sind die Via Anchieta und die Via Imigrantes (seit 1976), sie verbinden beide São Paulo mit Santos (Hafen), die Via Anhanguera, sie verbindet die Hauptstadt mit Campinas, die Rodovia Fernão Dias, verbindet die Hauptstadt mit Belo Horizonte, die Via Presidente Dutra, verbindet die Hauptstadt mit Rio de Janeiro, die Rodovia Castelo Branco, verbindet die Hauptstadt mit dem Westen des Bundesstaates – die Verbindung São Paulo – Brasília, die Verbindung São Paulo – Curitiba – Porto Alegre und die Verbindung Santos – Rio de Janeiro (BR-101). Das Schienennetz Umfasst zirka 7.200 km. Es öffnet sich wie ein Fächer auf den Höhen des Planalto und strebt nach São Paulo wie in einen Trichter. Zum Süden, in Richtung Küste, verlaufen nur zwei dieser Linien. Der Hafen Von Santos ist die grösste und wichtigste Hafenanlage Brasiliens. Der Hafen von São Sebastião wird besonders von Tankern der brasilianischen Ölgesellschaft Petrobras genutzt. Die Flusshäfen Presidente Epitácio und Panorama sind für die Verschiffung von landwirtschaftlichen Produkten, Erzen und Produkten aus Eisengiessereien von Bedeutung. Die wichtigsten Flughäfen Der Hauptstadt sind: Viracopos – international, gelegen in Campinas (100 km), Congonhas – in der City von São Paulo, für innerbrasilianischen Verkehr, Cumbica – international, im Distrikt von Guarulhos, nahe der Hauptstadt (30 km), wurde in den 80er Jahren in Betrieb genommen. Kommunikation Der Bundesstaat São Paulo besitzt das grösste Telefonnetz des Landes. Die bedeutendsten TV-Kanäle und Sendestationen befinden sich ebenfalls in der Hauptstadt – sowie Zweigniederlassungen verteilt auf Städte im Inland, wie Bauru, Campinas und São José do Rio Preto. Wichtige Radiostationen befinden sich sowohl in der Hauptstadt als auch in Interior-Städten, wie Riberão Preto, Taubaté, Campinas und São José do Rio Preto. Klima Der gesamte atlantische Küstenstreifen wird von einem feuchten tropischen Klima beherrscht, mit mittleren Temperaturen über 22º C und reichlichen Regenfällen. Das Planalto hingegen, präsentiert ein tropisches Höhenklima, mit geringeren Temperaturwerten, Regen während des Sommers und Trockenheit während des Winters. Das tropische Höhenklima begünstigt grosse Flächen mit Wäldern, die ideale Komposition des Bodens kommt der Landwirtschaft bis zum heutigen Tag zugute, ohne dass hier grosse Kosten für korrektive Düngemittel entstehen. Die Flora und Fauna Eine aussergewöhnliche Bio-Vielfalt trifft man in diesem Staatsgebiet an – Flora und Fauna, die sowohl für die südlicheren als auch die nördlicheren Bereiche typisch sind. Rund um die Hauptstadt gibt es einen so genannten "Grünen Gürtel", der geschützt und von der UNESCO zur "Reserve der Biosphäre" und Welt-Naturerbe erklärt worden ist. Parques Estaduais (Staatliche Naturparks) Ara: 41 ha, im Distrikt Valinhos, Capital: 174 ha, in der Stadt São Paulo, Carlos Botelho: 38 ha, in den Distrikten Capão Bonito/São Miguel Arcanjo/Sete Barras/Tapiraí. Ilha do Cardoso: 22.500 ha, im Distrikt Cananéia, Serra do Mar: 35.000 ha, in insgesamt 25 Distrikten, Furnas de Bom Jesus: 1.404 ha, im Distrikt Pedregulho, Campos do Jordão: 8.286 ha, im Distrikt Campos do Jordão, Ilhabela: 27.025 ha, im Distrikt von Ilhabela, Jacupiranga: 150.000 ha, in den Distrikten Barra do Turvo/Cananéia/Eldorado Paulista/Iporanga/Jacupiranga, Porto Ferreira: 612 ha, im Distrikt von Porto Ferreira, Vassununga: 1.676 ha, im Distrikt von Santa Rita do Passo Quatro, Alto Ribeira: 35.712 ha, in den Distrikten Apiaí und Iporanga, Morro do Diabo: 33.845 ha, im Distrikt Teodoro Sampaio, Fontes de Ipiranga: 549 ha, in der Hauptstadt São Paulo, Ilha Anchieta: 1.000 ha, im Distrikt Ubatuba, Jaraguá: 489 ha, in den Distrikten Osasco und São Paulo, Turistico da Cantareira: 7.000 ha, in den Distrikten Caieiras/Guarulhos/Mairiporã/São Paulo, Ecológico do Tietê: 1.450 ha, in den Distrikten São Paulo und Guarulhos, Ecológico Monsenhor Emílio José Salim: 90 ha, im Distrikt von Campinas. Reservas Estaduais (Staatliche Natur-Reserven) Biológica de Andradina: 822 ha, im Distrikt Andradina, Biológica de Mogi-Guaçu: 470 ha, im Distrikt Mogi-Guaçu, Biológica Pindorama: 97 ha, im Distrikt Pindorama, Biológica Serra Paranapiacaba: 8.192 ha, in den Distrikten Cubatão und São Vicente, Biológica Sertãozinho: 720 ha, im Distrikt Sertãozinho, Biológica Vila Fachini: 70 ha, in der Hauptstadt São Paulo, Florestal São Roque: 23.900 ha, in den Distrikten Ibiúna und Piedade, Florestal do Morro Grande: 10.626 ha, in den Distrikten Cotia und Itapecerica da Serra, Florestal Lagoa São Paulo: 13.343 ha, im Distrikt Presidente Epitácio. Bevölkerung Runde 95% der Gesamtbevölkerung sind Städter – rund 50% sind männlich. Über 70 % sind Weisse, 4,5% Schwarze, 22,9% Mestizen, 1,5% Asiaten oder Indianer, 0,8% ohne Angaben. Analphabeten im Bundesstaat ca. 8%. Reichtum und Armut leben hier Seite an Seite, denn sowohl die urbane als auch die industrielle Infrastruktur sind unzulänglich, um die gesamte Bevölkerung versorgen zu können. Dies ist der am dichtesten bevölkerte Bundesstaat Brasiliens. Zwei deutliche Tendenzen sind in der demografischen Entwicklung São Paulos zu erkennen: die wachsende Verstädterung der Bevölkerung und die wachsende Konzentration der Bevölkerung rund um den Wirtschaftspol der städtischen Aussenbezirke, die unter dem Sammelbegriff "Grande São Paulo" laufen. Die Bevölkerung setzt sich aus einer Mischung zwischen Schwarzen, Kolonisatoren, Emigranten und Eingeborenen zusammen – sowie Einwanderern aus anderen Landesteilen Brasiliens selbst. Die ausländischen Emigranten sind Deutsche, Slaven, Syrier, Libanesen, Italiener, Spanier, Japaner und viele andere – letztere haben hier die grösste Kolonie ausserhalb von Japan geschaffen. Hydrografische Aspekte Der grösste Teil des paulistanischen Territoriums gehört zum Becken des Rio Paraná, mit einem seiner Hauptströme, dem Rio Grande, und zwei weiteren wichtigen Zuflüssen – dem Rio Tietê und dem Rio Paranapanema. Im Osten befindet sich der Rio Paraíba do Sul, der im Bundesstaat Rio de Janeiro in den Atlantik mündet und im Süden, als einziger Fluss von Bedeutung im Küstenstreifen, der Ribeira de Iguape. Der Rio Tietê hatte grosse historische Bedeutung, denn er diente den Bandeirantes stets als Flussweg zur Erforschung des brasilianischen Hinterlandes. Er entspringt im Distrikt von Salesópolis (São Paulo), in einem westlichen Ausläufer der Serra do Mar, auf einer Höhe von 1.120 Metern. Er durchquert den gesamten Bundesstaat, teilt ihn in seiner Mitte, um schliesslich, auf der Höhe der Ilha Grande, in den Rio Praná zu münden. Der Tietê durchquert, unter anderen, die Städte Moji das Cruzes, Porto Feliz, Tietê, Itú, Bariri und São Paulo. Er wird als der meist verschmutzte Fluss Brasiliens bezeichnet, besonders im Einzugsbereich von São Paulo. Der Tietê bildet zusammen mit dem Rio Paraná die Wasserstrasse Tietê-Paraná, in der man die natürlichen Hindernisse beseitigt und den Fluss kanalisiert hat. In seinem Verlauf finden sich die Staudämme von Barra Bonita, Bariri und Ibitinga, sowie die Hebestationen von Promissão und Nova Avanhandava, sodass der Fluss heute in seinem gesamten Verlauf schiffbar ist. Sein Lauf ist unterteilt in vier Abschnitte: Alto Tietê, von den Quellen bis zur Stadt Bom Jesus de Pirapora, Médio Tietê Superior, von der Stadt Bom Jesus de Pirapora bis zur Stadt Laras, Médio Tietê Inferior, von der Stadt Laras bis zu den Stromschnellen von Laje und Baixo Tietê, von den Stromschnellen in Laje bis zur Mündung in den Rio Paraná. Wirtschaft Die Wirtschaft São Paulos basiert auf Landwirtschaft und Viehzucht, dem Handel, Dienstleistungen und der Industrie. Die bedeutendsten Produkte der Landwirtschaft sind: Zuckerrohr (grösster Produzent Brasiliens), Zwiebeln, Orangen, Maniok, Mais, Kartoffeln, Baumwolle, Trauben und Kaffee. In der Viehwirtschaft fällt eine Rinderherde von über 12,6 Millionen Stück auf, eine der grössten Herden des Landes. Ausserdem werden im Bundesstaat São Paulo Kälber aus Minas Gerais, Goiás und Mato Grosso do Sul gemästet, die dann in den lokalen Schlachthäusern von Barretos, Araçatuba, Andradina und São José do Rio Preto geschlachtet und weiterversandt werden in die Konsum-Zentren von São Paulo und Rio de Janeiro. Das Tal von Paraíba do Sul ist bekannt durch seine Milchproduktion – São Paulo ist des Landes zweitgrösster Produzent, nach Minas Gerais. Die Schweinezucht besteht aus 2 Millionen Stück, die Schafzucht aus ca. 225.000 und die Ziegen sind gut 105.500 Stück. An Bodenschätzen sind bedeutend: Kalk, Kaolin, Dolomit und Quarzit. Die Süd- bzw. Südwest-Region des Bundesstaates ist wirtschaftlich gesehen unbedeutend. Im Innern des Bundesstaates finden sich grosse landwirtschaftliche Zentren, Zentren für Viehzucht, zur Verarbeitung von Früchten, Herstellung von Textilien, metallverarbeitende Betriebe, Schuhindustrien, Weiterverarbeitung von nicht-metallischen Mineralien und Zentren der Weiterbildung in Universitäten. Führende Städte sind: Campinas, Riberão Preto, Piracicaba, Sorocaba, Bauru und Jundiaí – sowie São José dos Campos mit seiner Industrie für Flugzeugbau. Der Automobil-Park des Bundesstaates wir von der Hauptstadt selbst und ihren ABCD-Städten administriert: Santo André, São Bernardo, São Caetano und Diadema. Der Grossraum um die Hauptstadt beherbergt heute den grössten und diversifiziertesten Industriekomplex des Landes Brasilien. Bildungswesen Der Bundesstaat São Paulo kann auf insgesamt 31 Universitäten, 37 integrierte Fakultäten und 221 isolierte Institutionen zur Hochschulbildung zurückgreifen. Unter den bedeutendsten Bildungsstätten sind zu nennen: die Universidade de São Paulo (USP), grösste Uni des Landes, mit ihrem Campus in der Hauptstadt und weiteren vier in Bauru, São Carlos, Piracicaba und Riberão Preto, die Pontifícia Universidade Católica de São Paulo (PUC-SP) und die Universidade Mackenzie, beide in der Hauptstadt – darüber hinaus die Universitäten in Riberão Preto, Santos, Assis und Campinas.
Distrikt: Adamantina |
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