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Kürzel: ESHauptstadt: Vitória Telefonieren: Wichtige Nummern Bevölkerungszahl: 3.514.952 (Stand 11/2010) Distrikte: 13 Städte: 78 Grösse/km2: 46.098 km2 Strassen/km: 30.058 Bevölkerungsdichte/km2: 76,25 Einw./km2 Kunsthandwerk/Souvenirs: Tonpfannen, Tontöpfe, Muschelketten Wirtschaft: Landwirtschaft, Kaffee, Eisen Minen Lokale Bezeichnung für Einwohner: "CAPIXABA" Rio Doce (977 km), Rio Benevente, Rio São Mateus, Rio Itaúna, Rio Itapemirim, Rio Jucu, Rio Mucuri, Rio Itabapoana. Geografische Fläche 45.154,1 km² - sein Relief teilt sich in zwei unterschiedliche Regionen: Die Küsten-Tiefebene, welche sich aus weitgestreckten Sandflächen, Stränden und so genannten "Restingas" (Küstenwaldgebieten) zusammensetzt und 40% der Gesamtfläche des Bundesstaates ausmacht. Die Hochebene, welche ziemlich zerklüftet, eine mittlere Höhe von 600 bis 700 Meter präsentiert und die Bildung von spitzen Gipfeln, Tälern, Wasserfällen und Höhlen begünstigt. An der Grenze zum Nachbarstaat Minas Gerais – hier erreichen die Gebirgsmassive Höhen über 1.000 Meter – erhebt sich die Serra do Caparaó, in der sich unter anderen auch der höchste Berg des Bundesstaates befindet – der "Pico da Bandeira", mit 2.890 m (schon beschrieben in unserem Text über Minas Gerais). Espirito Santo vereint in seiner Landschaft Aspekte seiner beiden Nachbarstaaten – Bahia und Rio de Janeiro. Seine 400 Kilometer Küstenlinie verändern sich, je näher man dem einen oder anderen dieser beiden Bundesstaaten kommt. So sind die Strände im Norden der Hauptstadt Vitória primitiver – mit Dünen und Lagunen – während die im Süden stärker frequentiert und touristisch erschlossen sind. Und die Strände im mittleren Abschnitt der Küste, sind die am besten Strukturiertesten, weil dicht an der Hauptstadt. Klima Tropisch, in den tieferen Regionen, und tropisches Höhenklima in der Hochebene. Die mittleren Jahrestemperaturen liegen maximal bei 28º C und minimal bei 21º C und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge liegt bei 750 mm bis 1.500 mm – höher im Norden. Regen stärker zwischen November bis März. Vegetation Die Areale mit Atlantischem Regenwald sind im südlichen Teil des Bundesstaates praktisch verschwunden, infolge der älteren Besiedelung. Nur noch im Nordteil gibt es ein paar Reserven. Die Serra do Caparaó ist heutzutage vollkommen abgeholzt und präsentiert lediglich eine niedere Campos-Vegetation in den höheren Lagen ab 1.000 Meter. Im Bereich der Hauptstadt Vitória befindet sich der fünftgrösste "Manguezal" (Mangrove-Wald) von Südamerika – rund um den Fluss "Piraqué-Açu" – eine Zuflucht und Reproduktionsstätte für Wasservögel, Krustentiere und Fische. Bevölkerung Rund 75% der Gesamtbevölkerung sind Städter – über die Hälfte davon sind männlich. 47,5% sind Weisse, 6,5% Schwarze, 45,4% Mestizen, 0,4% Asiaten oder Indianer, 0,5% ohne Angaben. Analphabeten im Bundesstaat 15.5%. Die Bevölkerung ist in ihrer Mehrheit auf dem Küstenstreifen angesiedelt. Emigranten aus Deutschland, Holland, Schweiz und Portugal haben sich in diesem Bundesstaat wegen des gemässigteren Klimas – vergleichbar mit Europa – niedergelassen. Eingeborene Im Distrikt "Aracruz" befinden sich verschiedene Indianer-Reservate, mit einer Gesamtbevölkerung von 884 Personen, die in drei Gruppen unterteilt sind: "Caieiras Velhas, Camboios und Pau Brasil". Sie haben insgesamt ein Areal von 4.492 Hektar zur Verfügung. Verkehrsverbindungen
Das StrassennetzHat insgesamt 30.058 km Länge, davon sind gut 10% asphaltiert. Die wichtigsten Strassen sind: BR-101 – sie durchquert den Bundesstaat von Nord nach Süd, die BR-262 – verbindet die Hauptstadt Vitória mit Belo Horizonte in Minas Gerais bis zum extremen Westen des Landes. Der Bundesstaat ist Sitz der grössten Omnibus-Transportgesellschaft Südamerikas ("Itapemirim"). Der Bundesstaat ist einer der wenigen mit einer gut funktionierenden Eisenbahnlinie, die "Estrada de Ferro Vitória-Minas", und die "Rede Ferroviária Federal" verbindet Vitória mit Rio de Janeiro – insgesamt 544 km Schienen. Hafen Der Hafen von Vitória ist eine der grössten Hafenanlagen des Landes: zusammen mit dem Hafen "Tubarão", hat er sich an erster Stelle, mit der höchsten Frachtbewegung (in Tonnen) qualifiziert. Flughafen Der Flughafen der Hauptstadt "Goiabeiras" kann von allen Teilen Brasiliens aus angeflogen werden – und mit allen gängigen nationalen Fluglinien. Hydrografische Aspekte Unter den Flüssen sind zu nennen: der Rio Doce, im Distrikt von "Linhares", mit einem grossen wirtschaftlichen Potential und der Rio Benevente, in "Anchieta", mit einem grossen touristischen Potential. Wirtschaft
Inzwischen hat sich der Bundesstaat Espirito Santo auf dem Gebiet der Metallverarbeitenden Industrien, der Textilienherstellung, der Mineralien- und der pflanzlichen Extraktion einen internationalen Namen gemacht. Hier befindet sich der Welt grösster Komplex für Eisenerz-Verarbeitung (Pellets), die Gesellschaft "Vale do Rio Doce" – die Eisenhütte in "Cariacica" ist einer der grössten Stahlhersteller – der erste Hersteller und Exporteur von aufgehellter, kurzfaseriger Zellulose der Welt, mit Eukalyptus-Plantagen am Ufer des Ozeans – und einer der grössten Hersteller von Schokolade des Landes.Der grösste Teil der Industrie konzentriert sich im Bereich der Hauptstadt Vitória – vor allem die Eisenhütten: Die "Companhia Ferro e Aço de Vitória", die "Companhia Vale do Rio Doce", verschiedene Holz-Industrien, Textil-Industrie, Geschirr, löslicher Kaffee, Schokolade und Gefrierschränke. Im Tal des Rio Itapemirim entwickeln sich Zement-Hersteller, Zucker- und Alkohol-Industrien und Früchte in Konserven. Vitória ist ein wichtiger Exporthafen für Eisenerz. "Guarapari" ist ein bedeutendes Zentrum für die Extraktion von Monazith-Sand – "São Mateus" steuert, ausser seiner Salzgewinnung, auch Rohölreserven, mit seiner Kontinental-Plattform vor der Küste, bei – "Linhares" beteiligt sich mit seiner modernen Landwirtschaft – "Colatina" mit seiner Textil-Industrie und dem Kaffeehandel – schliesslich "Cachoeira de Itapemirim" extrahiert Marmor und Granit zur Anhebung der Wirtschaft. Die bedeutendsten Produkte der landwirtschaftlichen Produktion sind: Kaffee – ganz vorne – dann Reis, Kakao, Zuckerrohr, Bohnen, Mais, Maniok, Orangen, Bananen. Und, begünstigt durch das gemässigtere Klima: Trauben, Pfirsiche, Erdbeeren, Pflaumen und Äpfel. In der Viehwirtschaft: Schlachtrinder im Norden des Bundesstaates und Milchkühe, im Süden (1,8 Millionen – sowie Geflügel. Tourismus Espirito Santo hat touristische Tradition an seinen Stränden, unter denen sich "Guarapari" abhebt, das im ganzen Land bekannteste Ressort mit seinem dunklen, mineralhaltigen Sand (Monazith-Sand), dann die Strände von "Iriri", "Piúma", "Marataízes", der Nudistenstrand von "Barra Seca", in "Linhares" und die Dünen von "Itaúnas" im Ort "Conceição da Barra", wo die antike Siedlung am Meeresufer vom Sand verschüttet worden ist. Heute möchte Espirito Santo den Ökotourismus entwickeln: Die verschiedenen Nachfahren europäischer Einwanderer und ihre Einflüsse in der Kultur, die Restbestände Atlantischen Regenwaldes, Wasserfälle und gemässigtes Klima sind Bestandteile für eine mögliche Entwicklung in dieser Richtung. Die bergigen Distrikte "Afonso Cláudio, Castelo, Conceição do Castelo, Domingos Martins, Marechal Floriano, Santa Leopoldina, Santa Maria do Jetibá, Santa Teresa, Vargem Alta, Venda Nova do Imigrante" und "Viana" unterhalten bereits eine touristische Infrastruktur. Andere, wie "Alfredo Chaves" und "Alegre" investieren in diese Richtung.
Distrikt: Afonso Cláudio |
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