Region Litoral

Veröffentlicht am 25. Oktober 2009

Die 500 Kilometer Küste sind ein besonderes Erlebnis für den, der Sonne, Sand und Meer und den Kontakt mit der Natur sucht. Dieses Gebiet, kolonisiert von Einwanderern der Azoren, hat ein sehr vielgestaltiges Relief mit schmalen und breiten Buchten, Mangrove-Wäldern, Lagunen und mehr als 500 Stränden, unter denen einige zu den schönsten Brasiliens gehören! Darüber hinaus gehört diese Küste zu den bedeutendsten Gebieten mariner Biodiversität Brasiliens.

Die wichtigsten Städte an dieser Küste sind São Francisco do Sul, Itajaí, Balneário Camboriú, Itapema, Florianópolis, São José, Imbituba und Laguna. Die Fischerei und der Tourismus sind hier die beiden bedeutendsten Wirtschaftszweige.

Von der ruhigen Bucht Baía de Babitonga, im Norden – an der Grenze zum Nachbarstaat Paraná – bis zu den ausgedehnten Stränden mit offenem Meer im Süden von Araranguá, präsentiert Santa Catarina ein faszinierendes Strand-Szenario, mit klarem Wasser, weissem Sand und unendlich viel Grün!

Die Insel Ilha de São Francisco, im äussersten Norden, beherbergt die älteste Siedlung des Bundesstaates. Sie wurde von Franzosen bereits im Jahr 1504 gegründet, und die Bewohner von São Francisco do Sul haben sich ein bewundernswertes historisches Erbe – zum Beispiel mehr als 150 antike, denkmalgeschützte Gebäude und ein paar faszinierende Eigenheiten bewahrt. Sie sind grösstenteils Fischer und Seeleute – ihr Städtchen hat 32.400 Einwohner. Die Bucht von Babitonga, an deren Wasser sich die Stadt erstreckt, ist ein nautisches Paradies, durch das man die 13 Bade-Resorts des Distrikts erreicht und auch unzählige Inseln, auf denen die Natur vollkommen uneingeschränkt regiert ! Ein schönes Erlebnis ist eine Spazierfahrt mit dem Schiff Principe de Joinville durch die Bucht von Babitonga!

Die catarinensische Küste trägt die Prägung der Emigranten von den Azoren. Die bunten Fischerboote, die aufgespannten Netze, das typische Essen, die von Sonne und Salzwasser gegerbten Gesichter und der deutliche Sprachakzent erinnern auch bei ihren Nachkommen noch sofort an den portugiesischen Archipel der Azoren. Ihre Vorfahren lebten vom Walfang und handelten mit dem Tran für Öllampen – und gründeten Siedlungen, wie Barra Velha, Piçarras, Penha und Armação.

Im Gebiet der Carijó-Indianer entwickelte sich Itajaí – 2007 hat es runde 151.000 Einwohner und wetteifert mit São Francisco do Sul um die Position des grössten catarinensischen Seehafens.

nach obenItajaí

Ist eine historische Hafenstadt. Sie hat die beste urbane Struktur an der Küste von Santa Catarina. Sie hat einen exklusiven Pier nur für Kreuzfahrtschiffe, wo sie Transatlantik-Liner während des Sommers empfängt. In der Nachbarschaft, in Navegantes, befindet sich ein guter Flughafen, wo die Besucher von Balneário Camboriú (20 km) oder Blumenau (65 km) an- und abfliegen.

Der Themen-Park Beto Carrero World ist die grösste vergnügungstouristische Attraktion dieses Gebietes, nur 20 km nördlich von Itajaí. Der Park hat eine bebaute Fläche von 1.400 Hektar, im Einzugsbereich der Praia da Armação, im Distrikt von Penha. Parzellen Atlantischen Regenwaldes wechseln ab mit den Einrichtungen des Vergnügungsparks, die Kinder wie Erwachsene gleichermassen anziehen. Eine komplette Infrastruktur, mit Restaurants-Zentrum, Geschäften und Boutiquen, Bankschaltern und Post funktionieren besonders auch an den Wochenenden.

nach obenBalnário Camboriú

[flickr tags=“Balnário Camboriú“]Ist seit Ende der 70er Jahre ein Mini-Copacabana mit Nachtclubs und einer Strand-Avenida mit Namen Atlantica: Auf diesen 12 Kilometern Nobelstrand ist das Leben hektisch bis chaotisch während des Sommers – 24 Stunden lang. Dann verzehnfacht sich die Zahl seiner rund 85.000 Einwohner – der teuerste Ort von Santa Catarina. Hier versammeln sich betuchte Paulistas, Argentinier und Paraguayer, die den Sommer in den palastähnlichen Appartement-Hochhäusern am Strand verbringen. Ausserhalb der Stadt gibt es ein Museum der Ozeanographie, das einen Besuch wert ist – und sogar einen FKK-Strand Praia do Pinho – in Brasilien noch selten. Ganz neu ist der Komplex Parque Unipraias – 87.000 m² im Atlantischen Regenwald, die man per Sessellift zurücklegen kann, von dem aus man phantastische Ausblicke auf die diversen Strände geniesst. Und es gibt auch in dieser Gegend noch ein paar versteckte Strandparadiese, die wir in unserem Strandteil beschreiben werden!

nach obenItapema

Nur wenige Kilometer (15 km) weiter südlich, hat es ähnliche Verhältnisse. Auch hier existieren eine gute Infrastruktur und viel Action während der Saison. Ganz besonders reizvoll sind die Flecken Bombinhas und Porto Belo in der Nachbarschaft – dort gibt es nicht nur landschaftlich wunderschöne Strände sondern auch Tauchgründe, deren exeptionelle Voraussetzungen unter Profis bekannt sind. Die Reserva Biológica Marinha do Arvoredo – ein Komplex von drei Inseln, wenige Meilen vor der Küste – markiert das Zusammentreffen der kalten Falkland-Strömung mit dem lauwarmen brasilianischen Wasser aus dem Norden. Hier begegnen die Taucher sowohl Pinguinen aus dem kalten Süden als auch Tropenfischen aus dem warmen Norden – ein paradiesisches Tauchrevier.

Blaues Meer mit transparentem Wasser, Berge bedeckt vom Atlantischen Regenwald, feinster weisser Sand, beste Infrastruktur und ein bewegtes Nachtleben – das ist die Sonnenküste von Santa Catarina. Recht hektisch während der Saison, sinkt die Region zurück in ihre beschauliche Ruhe während der restlichen Zeit des Jahres.

Die Küste südlich von Florianópolis könnte man mit „Surf und Geschichte“ überschreiben. Die Wellen von Garopaba und Imbituba teilen sich mit der historischen Faszination von Laguna die Ehre, Tausende von Besuchern jährlich in diese Region zu locken, in der eine sehr reizvolle Naturkulisse zu Wanderungen und sportlichen Aktivitäten einlädt. Wellen von genau der Grösse, Kraft und Form, wie sie die Surfer lieben, hat dem Gebiet zwischen Guarda do Embaú und Laguna den Ruf „Brasilianisches Hawaii“ eingebracht – hierher strömen die Surfer auch in den kühleren Monaten.

nach obenGaropaba

Ist der erste Strandort in südlicher Richtung – 95 km von Florianópolis: Strände gut – besonders Ferrugem und Silveira sind berühmt unter Insidern ganz Brasiliens. Wenn Sie Ihr Surfbrett nicht dabei haben sollten, können Sie die Fischer beobachten oder mit ihnen aufs Meer hinausfahren. Im Nachbarort Imbituba geschieht das Gleiche an den berühmten Stränden von Praia do Rosa und Praia da Vila – sie gehören ebenfalls zum brasilianischen Mekka der Surfer. Die beiden Strand-Resorts erreichen eine Besucherzahl von 100.000 in der sommerlichen Hochsaison.

Der Strand Praia do Rosa bei Imbituba ist Brasiliens bevorzugter Platz um Wale zu beobachten, die zwischen Juni und November aus den kalten südpolaren Gewässern heraufkommen, um hier ihre Jungen zu gebären und mit ihnen in den warmen brasilianischen Gewässern auch während der Säugung zu verbleiben.

nach obenLaguna

Ist das Touristenzentrum an der südlichen Küste: Hier ist die Bevölkerung noch aktiv im Fischfang tätig. Die historische Stadt wurde im Jahr 1670 von den Bandeirantes gegründet und später im Jahr 1839 von den Farrapos-Soldaten besetzt. Der Guerra dos Farrapos war ein Krieg zwischen Republikanern und Monarchisten, in dem sich besonders Ana Maria de Jesus Ribeiro, die Anita Garibaldi hervortat, die brasilianische Ehefrau des italienischen Freiheitshelden Giuseppe Garibaldi, der für die Unabhängigkeit von Rio Grande do Sul kämpfte und später auch seine Heimat Italien zu einen half. Das zu Ehren seiner Frau eingerichtete Museum ist es wert, besichtigt zu werden. Ausserdem besitzt die Stadt rund 600 antike, denkmalgeschützte Gebäude!

Die besten Strände der Stadt befinden sich in einer Entfernung von 16 Kilometern – am Cabo Santa Maria. Es gibt dort schöne Dünen, jedoch keine Hotels – ein paar Barracas, das sind Kioske, bieten Imbiss-Möglichkeiten an. Einheimische Fischer werden hier von Delfinen beim Aufspüren der Fischschwärme unterstützt – ein erlebenswertes Schauspiel im Wasser. Der Leuchtturm von Santa Marta ist nachgewiesen der drittälteste der Welt – er wurde von Franzosen konstruiert (1891) und hat den weitreichendsten Lichtstrahl beider Amerikas! Der Leuchtturm steht am Cap gleichen Namens, umgeben von weissen Sanddünen und schönen Stränden.

nach obenDie Ilha dos Lobos

Ein Naturschutzgebiet, welches man über eine Fähre vom Stadtstrand Mar Grosso aus erreichen kann, ist ein empfehlenswerter Ausflug. Orte noch weiter im Süden von Santa Catarina wie: Tubarão, Criciúma und Araranguá verfügen über ein paar Hotels und haben auch gute Strände.

Von Tubarão aus erreicht man verschiedene beliebte Thermalbäder wie: Termas do Gravatal (20 km), da Gurada (12 km), Rio do Pouso (19 km) – die viele gute Einrichtungen und einen exzellenten Service bieten: Die radioaktiven Wasser sollen Rheuma, Geschwüre und eine Reihe anderer Leiden heilen.