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Letztere gingen hier im 17. Jahrhundert an Land – einfache Fischersfamilien, die sich vorwiegend am Meer niederliessen und auch am liebsten Meeresfrüchte auf ihren Tisch brachten: So sind Krebse, Crevetten und Shrimps, Tintenfisch, Languste, Austern und Muscheln bis heute an den Stränden von Santa Catarina als besondere Delikatessen erhalten geblieben – und natürlich die exzellenten Fischgerichte – die macht den Portugiesen so schnell niemand nach. Den Deutschen, die im 19. Jahrhundert kamen, gefielen die Berge und Täler dazwischen. Dort rodeten sie den Urwald und pflanzten Blumen zwischen ihren Fachwerkhäuschen – und für ihre zahlreichen fröhlichen Feste wurde gekocht, gebacken und Bier gebraut. Im deutschen Teil von Santa Catarinas Küche werden Sie sich wahrscheinlich so ein bisschen an die Zeit Ihrer Grossmutter erinnert fühlen – die hat ähnlich gut gekocht und gebacken! In unserer Zeit der Schnellgerichte und des American Food hat man sich daran gewöhnt, dem, was man sich kocht, nicht allzu viel Zeit zuzuwenden und dem, was man isst, nicht allzu viel Geschmack abzuverlangen. Ein Urlaub in Santa Catarina wird deshalb auch für Ihre Geschmacksnerven eine wahre Erholung bedeuten – tauchen Sie ein, in die verführerischen Gaumenfreuden aus deutscher Jahrhundertwende – aus dem Hunsrück, aus dem Schwarzwald, aus Bayern und aus Pommern. Kasseler, Eisbein mit Sauerkraut, Gegrillte Schweinshaxe, Ente mit Rotkohl, Rheinischer Sauerbraten mit grünen Klössen, Kartoffelsalat mit Specksauce, Bockwurst, Blutwurst, Fleischwurst, der ganze Wurstspezialitäten-Himmel steht einem hier offen. Nachspeisen, Kuchen und Torten sind des brasilianischen Touristen besonderes Vergnügen: Die Puddings und Fruchtdesserts, Käsekuchen, Buttercremetorte und Schwarzwälder Kirsch – und allen voran der unvergleichliche Apfelstrudel – den kennt man inzwischen bis zum Amazonas. Zuletzt kamen die Italiener – und sie kamen entschlossen und in grösserer Zahl als alle anderen zuvor – 1875, auf der Flucht vor Hunger und Not in ihrem Mutterland. Auch sie liebten die Täler zwischen den Berghängen, ideal für den Weinanbau. Vornehmlich im noch unbesetzten Süden des Landes fanden sie eine neue Heimat. Hier riecht man den Duft der Minestras, Polentas und köstlichen Risottos, abgeschmeckt mit einem dunklen Wein. Und die Spaghetti sind hier ebenso gut wie bei Mamma damals zu Hause. Sollten Sie noch Zweifel haben, dass Sie hier bestens aufgehoben sind? |
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