
|
|
|
Kürzel: SC Hauptstadt: Florianópolis Telefonieren: Wichtige Nummern Bevölkerungszahl: 6.248.436 (Stand 11/2010) Distrikte: 20 Städte: 293 Grösse/km2: 95.703 km2 Strassen/km: 61.381 Bevölkerungsdichte/km2: 65,29 Einw./km2 Kunsthandwerk/Souvenirs: Textilien, Keramik, Lederwaren Wirtschaft: Landwirtschaft, Textil- und Möbelindustrie Lokale Bezeichnung für Einwohner: "CATARINENSE" oder "BARRIGA-VERDE", wenn er im Hinterland lebt. "FLORIANOPOLITANO", wenn er Bürger der Hauptstadt ist. Rio Uruguai, Rio Canoas, Rio Pelotas, Rio Negro, Rio do Peixe, Rio Itajaí, Rio Iguaçu, Rio Chapecó, Rio Tubarão. Geografische Fläche Etwa die Grösse von Österreich. Sein Relief besteht aus Küsten-Ebenen und Hochebenen. Der Teil der Küsten-Ebenen setzt sich aus einem schmalen Streifen direkt am Atlantischen Ozean – mit verschiedenen Sandstränden, Dünen, Halbinseln, Inseln, Landspitzen, Buchten und Lagunen – zusammen. Umfasst alle Gebiete unter 200 m Höhe. Und dann gibt es die Fluss-Ebenen, tiefliegende Flächen im Einzugsgebiet der Flüsse, oft überschwemmt und in der Regel zur Landwirtschaft benutzt. Die Hochebenen nehmen etwa drei Viertel des Staates ein. 52% des gesamten Territoriums liegen höher als 600 m – 77% höher als 300 m. Die höchste Erhebung ist der Gipfel des Morro da Boa Vista, mit 1.872 m. Bewässert wird der Bundesstaat vom Becken des Rio Uruguai und des Rio Itajaí, mit einem breit gefächerten Netz von Nebenflüssen. Im Süden des Bundesstaates, der Gegend mit verschiedenen Kohle-Bergwerken, sind die Flüsse verschmutzt. Klima Das Klima ist subtropisch – mit mittleren Temperaturen unter 18º C in verschiedenen Regionen, sowie regelmässigen Regenfällen. In der Nordost-Region, in Joinville, liegt die mittlere Temperatur bei 22º C, im nördlichen Küstengebiet und im Westen bei 20º C, im südlichen Küstengebiet bei 18º C und in den Hochregionen bei 7º C. Im Gegensatz zum grössten Teil der brasilianischen Territorien sind hier die vier Jahreszeiten deutlich ausgeprägt. Die Sommer sind warm und sonnig. Die Region des Hochplateaus, mit Höhen die auf 1.820 m hinaufreichen, fällt im Winter (Juni/Juli/August) Brasiliens meister Schnee! Flora Der reichliche Niederschlag im Bundesstaat begünstigt die Vegetation des Atlantischen Regenwaldes im Küstengebiet: Canelas, Peroba-vermelha, Cedro, Figueira, Palmito, aber auch den Araukarien-Wald (Araucaria angustifolia) der Hochebene und die dazwischen liegenden Campos Gerais. Parks Parques Estaduais (Staatliche Naturparks) Serra do Tabuleiro, 90.000 ha, umfasst die Distrikte von Águas Mornas, Florianópolis, Garopaba, Imaruí, Palhoça, Paulo Lopes, Santo Amaro, São Bonifácio und São Martinho – liegt auf der Santa-Catarina-Insel. Serra Furada, 1.329 ha, im Distrikt Grão-Pará und Orleans. Florestal do Rio Vermelho, 1.297 ha, in Florianópolis. Reservas Estaduais (Staatliche Reserven Biológica da Canela Preta, 1.844 ha, in den Distrikten Botuverá, Nova Trento und Vidal Ramos. Biológica do Agauaí, 7.672 ha, in den Distrikten Meleiro, Nova Veneza und Siderópolis. Biológica do Sassafrás, 5.043 ha, im Distrikt von Benedito Novo. Extrativista Marinha de Pirajubaé, 1.444 ha, in Florianópolis. Bevölkerung Rund 79% leben in Städten – 51% sind Frauen – die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 70,3 Jahren. Die Bevölkerung setzt sich aus Nachfahren von emigrierten Deutschen, Italienern, Belgiern, Iren, Polen, Russen, Japanern, Azorianern, Holländern und Spaniern zusammen. Nach der letzten Zählung von 2007 sind: 90,3% Weisse, 6,8% Mestizen, 2,1% Schwarze, 0,2% Asiaten oder Indianer und 0,6% ohne Angaben. Es gibt keine grösseren Bevölkerungskonzentrationen und die Städte sind klein und über den gesamten Bundesstaat regelmässig verteilt. Nur acht Städte haben mehr als 100.000 Einwohner und nicht eine erreicht eine Einwohnerzahl von 500.000. Die Analphabeten liegen bei runden 10%. Bildungswesen Santa Catarina besitzt 15 Universitäten, mit 53.500 Studenten und 3.000 promovierten Studenten. Infrastruktur Die wichtigsten Strassen im Bundesstaat sind die Bundesstrasse BR-101, die entlang der Küste führt und Santa Catarina mit dem Norden und dem Süden verbindet. Die andere ist die Bundesstrasse BR-116, sie durchquert ebenfalls den Bundesstaat von Norden nach Süden, weiter im Westen – und eine dritte, die BR-153 (Transbrasiliana), noch weiter westlich und ebenfalls von Norden nach Süden. Die Bundesstrasse BR-470, mit ihrer Fortsetzung BR-282, ist die Querverbindung aller drei, von Ost nach West – sie führt bis an die Grenze mit Argentinien, hinter dem Ort São Miguel d'Oeste. Das Schienennetz Santa Catarina, administriert von der Rede Ferroviária Federal, hat zwei Hauptlinien, die den Bundesstaat von Norden nach Süden durchqueren: die eine führt durch Mafra und Lages, und die andere durch Porto União, Caçador und Joaçaba. Im Norden verbindet eine Bahnlinie von Osten nach Westen die Städte des Inlands mit der Küste, sie führt durch Porto União, Canainhas, Mafra, São Bento do Sul, Joinville und São Francisco do Sul. Flughafen Der internationale Flughafen von Florianópolis ist der bedeutendste, gleich hinterher der Flughafen von Navegantes (für Blumenau) und der Flughafen von Joinville – ausserdem gibt es um die 20 weitere private Flugplätze im Bundesstaat. Hydrografische Aspekte Das hydroelektrische Potential ist noch nicht voll ausgeschöpft, ein grosser Teil der im Bundesstaat verkonsumierten Energie wird von thermoelektrischen Kraftwerken zur Verfügung gestellt. Wirtschaft Basis der Wirtschaft von Santa Catarina ist die Industrie, die Förderung von Mineralien – besonders Steinkohle – und die Landwirtschaft. Die Industrieproduktion setzt sich aus den verschiedensten Bereichen zusammen. Die bedeutendsten sind: der Sektor landwirtschaftliche Industrie, Metall-mechanisch, Textil, Keramik, Maschinenbau, Elektro- und Elektronik. Bedeutend ist ausserdem die Produktion von Plastik-Artikeln und Möbeln aus Pinienholz – dieses Holz stammt aus 420.000 Hektar aufgeforstetem Gebiet der Hochebene. In der Region des Vale do Itajaí (Tal des Flusses Itajaí, im Nordosten des Bundesstaates) konzentrieren sich die meisten Textil-Fabriken. Die Keramik- und Porzellan-Industrie der Zentral-Region exportieren ihre Produkte heute in mehr als 60 Länder. Die Auto-Ersatzteile-Hersteller – die meisten im Norden des Bundesstaates ansässig – produzieren für die bedeutendsten Autofabriken des Landes. Die landwirtschaftlichen Flächen sind in die Industrie integriert. Es herrschen hier kleine und mittlere Grundbesitze vor, mit weniger als 1.000 Hektar – schuld an dieser gerechteren Verteilung als sonst allgemein in Brasilien üblich, ist der Einfluss der europäischen Emigranten. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse sind: Reis, Mais, Knoblauch, Zwiebeln, Tabak, Bohnen und Äpfel – die Apfelernte von Santa Catarina entspricht mehr als der Hälfte der brasilianischen Gesamt-Produktion. Die Zucht von Federvieh und die von Schweinen, besonders auf der Achse Chapecó-Concordia, im extremen Westen, spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in der Wirtschaft, ihnen ist die Entwicklung der fleischverarbeitenden Industrie zu danken, die sich auf die Verarbeitung von Schweinefleisch spezialisiert hat. Auch die Produktion von Honig spielt eine wirtschaftliche Rolle im Staat, und die industrialisierte Fischerei, sowohl des Camarão (Shrimp) wie anderer Meeresfrüchte. In der Südregion spielt die Kohle-Förderung die bedeutendste Rolle – besonders in Criciúma und Tubarão. Andere landwirtschaftliche Produkte sind: Zuckerrohr, Tomaten, Weizen, Trauben, Hafer und Hopfen. Tourismus Jedes Jahr verbessert Santa Catarina seine touristische Infrastruktur, modernisiert seine Hotels, Restaurants und Bars, promoviert Ferien, programmiert sein Nachtleben mit allen erdenklichen Sicherheitsmassnahmen, stimuliert den Handel – alles, um seine touristischen Besucher immer besser zu bedienen. In den einzelnen Städten entdeckt man sofort die Spuren seiner Kolonisatoren – sei es in der Architektur, der Gastronomie oder der Folklore. Alle Arten von Tourismus sind in diesem Bundesstaat bestens entwickelt. Einer der grössten Vergnügungsparks der Welt, die Beto Carrero World, befindet sich an der Küste, im Distrikt des Baderesorts Penha. Auch der Sport ist stets präsent in Santa Catarina – zum Klettern, für Rafting – in den Stromschnellen des Rio Itajaí-Açu – für Wanderungen, Surf und Tauchtouren findet man gute Voraussetzungen. Schnee kann man in São Joaquim erleben, dem Ort mit dem kältesten Klima des Landes – er liegt auf einer Höhe von 1.300 Metern. Florianópolis, Garopaba und Balneário Camboriú sind die im Sommer meist frequentierten Bade-Resorts. Die Strände werden in den Sommermonaten von durchschnittlich 1,5 Millionen Touristen besucht. Kultur Die Traditionen seiner unterschiedlichen Kolonisatoren sind noch sehr lebendig in Santa Catarina. Der gesamte Küstenstreifen, inklusive die Hauptstadt Florianópolis, wurde von Portugiesen der Azoren besiedelt. Ihr Einfluss findet sich in der Fischerei, der Gastronomie auf Meeresfrüchte-Basis und in der handwerklichen Herstellung von Spitzengeweben der Frauen. Die beiden typischen Spezialitäten aus der catarinensischen Küche sind "Bijajicas" und "Marreco com repolho roxo" – erstere sind kleine, in Fett gebackene Kugeln aus Maniok-Stärke, Eier und Zucker, der Azorianer – und beim zweiten handelt es sich um ein Gericht aus der deutschen Emigranten-Küche, nämlich der "Ente mit Rotkohl". Santa Catarina hat eine Reihe bedeutender kultureller Institutionen, wie das Instituto Geográfico (Geografisches Institut), den Círculo de Arte Moderna (Kunstgalerie), wichtige Bibliotheken und sehenswerte Museen. Santa Catarina bietet auch erlebenswerte Feste. Unter den bekanntesten religiösen ist die Procissão do Senhor Jesus dos Passos, das Fest des São Sebastião, das Fest des Divino Espirito Santo und die Procissão de Santa Catarina (letztere ist die Schutzpatronin des Bundesstaates) – nicht zu vergessen, die Quermesse (Kirmes) in Criciúma. Unter den Folklore-Festivals finden die meisten während des Monats Oktober statt, in verschiedenen Städten gleichzeitig – das in ganz Brasilien bekannteste ist das Blumenauer Oktoberfest – gehalten im traditionellen Stil seines Münchener Vorbilds. Weitere folkloristische Feste sind: Festitalia – Fest der Italiener in Blumenau, Fenachopp – ein Bierfest in Joinville, Kegelfest – in Rio do Sul, Tirolerfest – im österreichischen Treze Tílias, Schützenfest – in Jaraguá do Sul, Fenarreco – Fest der Bratente in Brusque, Polzki Festyn – das Fest der polnischen Emigranten in São Bento do Sul, Festa da Uva – Trauben-Fest in Videira, Festa do Vinho – ein Weinfest in Urussanga, Festa da Polenta – im italienischen Rio do Oeste, Incanto Trentino – Gesangs-Festival im italienischen Nova Trento, Marejada – portugiesisches Fischerei-Festival in Itajaí, Festival do Camarão – ein Shrimp-Fest in Itapema.
Distrikt: Araranguá |
|
... damit wir Ihnen weiterhin alle Inhalte kostenlos zur Verfügung stellen können.
Ihr Brasilienportal Team |
|