Tourismus in RS

Veröffentlicht am 25. Oktober 2009

Der Verschiedenheit der Landschaft entsprechend, und ihrer unterschiedlichen Kolonisatoren, unterteilen wir die touristischen Regionen von Rio Grande do Sul in:

Santana do Livramento - RS -  Invernada do Sarandi no Pampa Gaúcho. Foto Duda Pinto/Fotos Publicas

Typischer Gaúcho mit seinem besten Freunde – dem Pferd. Foto Duda Pinto/Fotos Publicas

Zentral-Region

Präsentiert deutsche und italienische Einflüsse zusammen mit der Tradition der Gaúchos. Beispiele dafür sind die Städte: Cachoeira do Sul, wo Messen und Ausstellungen stattfinden.

Santa Maria, bedeutendster Kreuzungspunkt des Schienennetzes und Sitz der ersten brasilianischen Universität ausserhalb einer Hauptstadt. Quarta Colônia, gegründet 1877 – Mata, ein wahres Museum unter freiem Himmel, das vegetative Fossilien präsentiert, die mehr als 200 Millionen Jahre alt sind!

Hydrominerale Region

Präsentiert italienische, deutsch und polnische Einflüsse, mit wunderschönen Landschaften, viel frischer Luft, Wege zum Wandern oder zu Pferd bieten eine angenehme Freizeitgestaltung. Kleinstädte sind: Iraí, Marcelino Ramos und Vicente Dutra, die ausser ihren Thermalbädern auch interessante Fundstätten für Halbedelsteine zur Besichtigung bieten. Im Rio Uruguay kann man angeln, das lokale Kunsthandwerk, aus Ruten, Lianen oder Holz ist sehenswert, und die im Wind wogenden Weizenfelder sind ein beruhigender Anblick.

nach obenNördliche Küstenregion

Sie beginnt im Süden, an den Dünen von Mostardas, bei der Lagoa do Peixe, und zieht sich nach Norden, bis zur Grenze mit Santa Catarina – immer begleitet von den Bergen der Serra Geral. Sie wird von Flüssen durchquert, beherbergt Flussstrände, Buchten zum offenen Meer, Lagunen und schroffe Felsengebilde. Sie hat eine gute touristische Infrastruktur. Die Strände werden, besonders im Sommer, von vielen Winden gekühlt. Von den Surfern besonders bevorzugte Wellen. Gut frequentiert sind Torres und Atlântida.

nach obenMetropolitane Region

Dies ist das Gebiet in und um die Hauptstadt Porto Alegre. Kulturelle, ökologische und gastronomische Attraktionen erwarten den Besucher. Mit einem Convention-Center, einer Hotelstruktur auf höchstem Niveau, Shopping-Center, internationalem Flughafen, Parks und Grünanlagen und einem gastronomischen Potential von internationaler Qualität und in allen Geschmacksrichtungen. Nahebei São Leopoldo, mit europäischem Einfluss – oder Novo Hamburgo, das grösste Schuh-Fabrikationszentrum des Landes.

nach obenRegion der Missionen

Hier waren einst die Jesuiten als Missionare und Kolonisatoren tätig. São Miguel – die Ruinen der Kathedrale und Remineszensen einer christianisierten Indianer-Kultur, von der UNESCO zur Heritage of Mankind erklärt. Mit einem spektakulären Licht- und Ton-System werden für die Besucher Eindrücke aus der Geschichte dargestellt. Enthält ausserdem ein Museum mit Zeichnungen von Eingeborenen, Glocken und andere Dinge aus der Zeit der Missionen. Der Blick schweift weit über die Weizen- und Sojafelder, ans jenseitige Ufer des Rio Uruguay – den Wasserfall Salto de Yacumã, innerhalb des Parque Estadual do Turvo, beim kleinen Ort Derrubadas.

nach obenPampa-Region

Hier ist der Einfluss der Nachbarländer um den La Plata spürbar: bewohnt vom typischen Gaúcho, in seiner traditionellen Tracht und mit seiner nur ihm eigenen Sprache. Hier kann man den typischen Churrasco de Chão (Fleischspiess in der Glut des Feuers, auf dem Boden, gegart) probieren – lediglich mit grobem Salz gewürzt – man tanzt den Fandango und nimmt als Getränk den bitteren grünen Mate zu sich, der hier Chimarrão genannt wird. Das Gebiet hat einige Hotel-Fazendas, die den Besucher mit einem Landleben- und Gaúcho-Programm begeistern. In der Nachbarschaft gibt es, darüber hinaus, die Möglichkeit, in den Freihandelszonen von Santana do Livramento oder Uruguaiana einzukaufen.

nach obenSüdregion

Stark beeinflusst von den portugiesischen Emigranten der Azoren, kann man hier die schönen antiken Gebäude und kleineren Kolonialhäuschen bewundern – und stets um die vielen Lagunen herumfahren. Zum Beispiel in Pelotas, Rio Grande, Piratini und Jaguarão. Ein paar schöne und besonders ruhige Resorts liegen um die Lagoa dos Patos herum – auf dem ruhigen Wasser kann man jede Art von Wassersport bestens ausüben! Zwischen den Lagunen Mirim und Mangueira liegt das Ökoreservat von Taim.

nach obenSerra-Region

Eine treffende Definition für dieses Gebiet wäre „Europa in Brasilien“! Berge und Täler, Pinienwälder und Parks, umgeben von den verschiedenen Blautönen der Hortensien, die überall den Strassenrand säumen – im Sommer. Kälteeinbrüche, mit Schnee und Frost und Eiskristallen an den Fenstern, flackerndes Feuer im Kamin der Fachwerkhäuser – im Winter.

Die Nachfahren der deutschen Emigranten servieren dem Besucher ihren Café Colonial, mit 48 verschiedenen Zutaten. Salziges und Süsses, Torten, Kuchen und Plätzchen, Kaffee und Schokolade heiss – wenn man alles vertilgen könnte, würde das für eine Woche reichen!

Beispiele sind die Städtchen: Nova Petrópolis, Gramado – mit seinem berühmten Film-Festival, Canela und São Francisco de Paula. Der Nationalpark Aparados da Serra, in Cambará do Sul, präsentiert Canyons von unvergleichlicher Imponenz und landschaftlicher Schönheit. Die Infrastruktur ist gut und die vielen ländlichen Pousadas sind eine gute Option.


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Unter italienischem Einfluss steht Caxias do Sul, Silberarbeiten sind hier der grosse Wurf, Garibaldi, grösster Champagner-Produzent des Landes. Bento Gonçalves, wo Tischweine erlesenster Qualität produziert werden, Antônio Prado, einer der typischsten Orte dieses Gebietes, mit 47 unter Denkmalschutz gestellten Gebäuden aus historischer Zeit. In dieser Region finden jährlich erlebenswerte Wein-Feste statt.

nach obenDie Tal-Region

Unter portugiesischem Einfluss der Azorianer und der Deutschen, erfasst sie die Täler verschiedener Flüsse, unter ihnen auch das Tal des Rio Pardo. Präsentiert doppelstöckige Kolonial-Gebäude, Kirchen im Barock-Stil – viele davon wurden von Indianern errichtet und die deutschen Fachwerk-Häuser. Hier wird dem Bier ein jährliches Fest gewidmet. Beispiele sind die Städte Rio Pardo – eine der ältesten Siedlungen von Rio Grande do Sul und Santa Cruz do Sul, eine typisch deutsche Siedlung, die man auch „Tabak-Hauptstadt“ nennt.