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Kulturelle Attraktionen

Veröffentlicht am 24. Oktober 2009

Man kann tatsächlich sagen, dass der Besucher von Paraná eine ganze Palette von kulturellen Attraktionen vorfindet. Da gibt es Museen aller Genres – viel mehr als wir in unserem Brasilien-Portal erfassen können – thematische Parks, ethnische Gedenkstätten, viele verschiedene Theater, verteilt auf den ganzen Staat, die von einfachen Holzbühnen (Teatro Barracão) bis zum luxuriösen Teatro Guaíra reichen – in Gebäuden aus vergangenen Jahrhunderten residieren, wie das Teatro São João da Lapa und das Teatro Municipal de Antonina – sowie solche von besonders origineller Architektur, wie zum Beispiel das Teatro Paiol, in Curitiba.

Unterschiedliche Stilrichtungen fehlen tatsächlich nicht – Räumlichkeiten für die Kultur ebenfalls nicht! Grösstes Kultur-Symbol allerdings ist unsere Universidade Federal do Paraná – die erste Brasiliens, gegründet am Anfang des 20. Jahrhunderts.

Castrolândia, Carambeí, Witmarsum, Entre Rios und Prudentópolis sind echte europäische Dörfer, mit Blumenkästen an den Fenstern, der Folklore seiner Bewohner und ihrer Leidenschaft, den Boden zu bearbeiten. Das ist unser deutsches, polnisches, ukrainisches, holländisches Paraná.

Reich an Alternativen ist auch der Kalender mit kulturellen Veranstaltungen in jedem Jahr. Folkloristische Feste, ethnische Festivals, Musik-, Theater- und Winter-Veranstaltungen, die alle nur möglichen Künstler und Stilrichtungen vereinen.

Die Emigranten-Route

Um ein bisschen in die Geschichte der Einwanderer hineinzusehen, die diesen Staat kolonisiert haben, nichts besser, als die Regionen kennen zu lernen, in denen sie sich niedergelassen haben und ihnen selbst – das heisst, ihren Nachfahren – in diesen von ihnen errichteten Orten persönlich zu begegnen und mit ihren typischen Sitten und Gebräuchen vertraut gemacht zu werden. Eine solche Gelegenheit ist der „Roteiro dos Imigrantes“ – eine Route, die durch die Distrikte Prudentópolis und Guarapuava führt – hier ein kleiner Ausschnitt:

Prudentópolis

Ist bekannt als „Hauptstadt des Gebets“, wegen seiner zahlreichen Kirchen. Dort befindet sich eine ukrainische Enklave – 75% der Bevölkerung sind aus der Ukraine eingewandert. Mitglieder der brasilianischen Folklore-Gruppe Vesselka zeigen hier üppig bestickten Trachten aus ihrem Heimatland, die Stickerinnen präsentieren ihre Handarbeiten, die Bewohner bemalen in der Osterwoche ihre kunstvollen Pessankas – gekochte Eier, die sie sich an Ostern gegenseitig als Glücksbringer schenken.

Guarapuava

Hat eine reichhaltige Geschichte hinsichtlich unzähliger Indianerangriffe, durchmarschierender Truppen, Legenden und kultureller Einflüsse der verschiedensten Erforscher des Hinterlandes, die sie zu einer attraktiven und sehr gastfreundlichen Stadt gemacht haben. Emigranten, die sich in ihr niedergelassen haben, kamen aus Portugal, Spanien, Italien und von der Donau. Diese letzteren, wir nennen sie die „Donau-Schwaben“, haben sich in der Kolonie „Entre Rios“ niedergelassen – hier überraschen sie den Besucher mit einer typisch deutschen Küche.