Südliche Strände von Natal

Veröffentlicht am 21. Oktober 2009

Dazu gehören auch die bereits im Anschluss an Natal behandelten Stadtstrände – sie liegen alle südlich des Stadtzentrums. Über die südlich der Hauptstadt liegenden Strände wäre vielleicht zu bemerken, dass sie weniger Dünenbildung aufweisen als die Strände nördlich, das heisst aber auf keinen Fall, dass sie deswegen an Attraktivität einbüssen!

Im Gegenteil: im südlichen Bereich haben wir unser Prädikat „sehr schön“ sogar an einige Strände mehr verteilen können als im Norden. Generell lässt sich sagen, dass der Süden eine bessere Infrastruktur besitzt, die Strände aber auch belebter sind – der Norden ist dagegen etwas für echte Abenteurer.

Wir schliessen also an die „Praia da Ponta Negra“ – 14 km von Natal entfernt – an:

Praia do Cotovel
Ein ganz ruhiger Strand, mit Dünen, Kokospalmenhain – in dem man campen kann – und einem Steilufer am südlichen Ende. Das Meer hat hier nur schwachen Wellengang, der Sand ist hell und locker. Man kann von hier aus die Raketen-Abschussbasis „Barreira do Inferno“ einsehen.

Praia de Pirangi do Norte
Der kleine Ort „Pirangi“ liegt 20 km südlich von Natal und gehört zu den von den Einheimischen meist besuchten Gebieten während des Sommers. Eine interessante Natur, eine gute Infrastruktur und öfter mal eine Show, machen diesen Strand zu einem besonderen Anziehungspunkt. Ganz in der Nähe der Küste (500 m) halten die Korallenbänke herrliche Natur-Pools für die Badegäste bei Ebbe bereit – mit kristallklarem Wasser und vielen bunten Tropenfischen darin! Schöner lockerer Sand und ein ganz ruhiges Wasser bieten ungebremste Badefreuden.

Fast schon Weltruhm hat der grösste „Cajueiro“ der Welt (Cashew-Baum). Er steht mit seiner unglaublichen Krone von 8.400 m² im Guinessbuch der Rekorde.

nach obenPIRANGI

Kann mit einer Kette von guten bis sehr guten Hotels aufwarten – ausserdem vielen kleinen Pousadas mit einem sehr aufmerksamen Service. Auch für den Gourmet ist gesorgt: Bars und Restaurants mit guter lokaler Küche bieten Ihnen alle beliebten regionalen Menus, vom „Sonnenfleisch“ bis zum „Meeresfrüchte-Topf“. Die Portionen sind sehr reichlich und von guter Qualität.

Während der Hochsaison – zwischen Dezember bis Ende des Karnevals – geht es in dem kleinen Ort rund und rund um die Uhr! Viele schöne Menschen, Shows, sportliche und kulturelle Attraktionen direkt am Strand, machen aus dem Sommeraufenthalt ein Freizeitvergnügen ohnegleichen.

Praia de Pirangi do Sul
Fortsetzung des „Pirangi do Norte“, frequentiert von den Adepten des Wassersports. Eine Bucht mit ruhigem Wasser, voller Korallenbänke, mit Dünen, die einen Strand mit feinem Sand säumen, zwischen dem einige Steine und Felsen herausragen.

Praia de Búzios
Nur etwa 35 km von Natal entfernt, ein paar Kilometer hinter Pirangi, finden Sie den ersten aussergewöhnlich schönen Strand, dem wir unser Prädikat „sehr schön“ verliehen haben: allerdings ist er auch von den Einheimischen als Juwel entdeckt und wird entsprechend frequentiert. Er hat verschiedene Abschnitte mit ruhigem Wasser und andere mit Wellengang. Mit Dünen, die von nativer Vegetation bedeckt sind, und auch mit Kokospalmen. Das Wasser ist extrem klar und bestens zum Tauchen geeignet! Einer der schönsten Strände des Südens, ohne Zweifel.

Barra de Tabatinga
Und dies ist gleich der zweite extrem schöne Strand: eine Bucht, die von hohen Steilufern eingerahmt wird, von denen die lokalen Drachenflieger starten. Dahinter auch Dünen und viele Kokospalmen. Strandabschnitte mit feinem hellem Sand, wechseln in solche mit Steinen. Bei Flut kann man Delfine beobachten. Die Wellen sind bei Flut recht stark und werden den Surfern gefallen. Dieser Strand verdient das Prädikat „sehr schön“

Praia de Camurupim
Ein schöner Strand mit schwachem Wellengang. Natur-Pools formen sich bei Ebbe in der Nähe der Korallenbänke. In dieser Region – auch an den Nachbarstränden – ist ein Menu aus frischen „Camarões“ (Shrimps) eine besondere Spezialität der umliegenden Restaurants – versuchen sie die einmal! Der Strand hat Dünen und in der Nähe befindet sich eine Süsswasser-Lagune, die „Lagoa de Arituba“.

Praia de Barreta
Wenn man nicht gerade während der Hochsaison (siehe oben) herkommt, ist dies ein einsamer Strand, aber ein sehr idyllischer, vor dem sich ebenfalls bei Ebbe, zwischen den Korallen, schöne Natur-Pools zum Baden auftun.

Praia de Guaraíra
Diesem ausgenommen interessanten und landschaftlich ebenso schönen Strand gebührt wieder eine Lobeshymne: er liegt dem Ort „Tibau do Sul“ gegenüber, und zwar auf der anderen Seite der Lagune „Lagoa Guaraíra“. Man erreicht ihn am besten per Fähre (10 min.) vom Ort aus. Der Strandabschnitt ist gerade, mit vorgelagerten Korallenbänken und entsprechendem ruhigen Wasser. Der Sand ist locker und hell. Der zur Lagune gewendete Strandabschnitt ist gut zum Angeln, weil sehr fischreich – hier gibt es einen Ankerplatz für die einheimischen Boote. Alles in allem verdient der sehr reizvolle Ort, der unter den Einheimischen auch als „Malembar“ bekannt ist, unser Prädikat „sehr schön“

nach obenTIBAU DO SUL (79 km von Natal)

Ist ein kleiner Fischerort, der heute noch relativ ruhig und gelassen erscheint. Von der Höhe hat man eine gute Aussicht aufs Meer und die vielen verankerten Fischerboote in der „Lagoa Guaraíra“.

Praia de Tibau do Sul
Umgeben von hohen Steilufern ist dies ein ruhiger Strand. Mit weissem, lockeren Sand, vielen Muscheln, ein paar Felsen dazwischen und Kokospalmen. Das Meer hat nur schwachen Wellengang – viele Riffe – vom Nordflügel aus hat man einen schönen Blick auf die „Lagoa Guaraíra“. Der südliche Strandabschnitt ist bekannt unter dem Namen „Cacimbinha“.

Praia do Madeiro
Dieser Strand wird auch „Enseada dos Golfinhos“ genannt, denn man sieht hier häufig die netten Delfine beim Spiel im klaren Wasser. Steilufer und eine üppige Vegetation, mit Kokospalmen dazwischen, geben der Gegend um den Strand den Touch einer herrlichen Tropenlandschaft. Das Wasser ist kristallklar und ruhig, der Sand hell und locker. Prädikat „sehr schön“ Der südliche Abschnitt des Strandes heisst „Praia do Canto“, noch ein Stück weiter schliesst eine kleine Bucht an, deren eine Hälfte als „Praia da Pedra“ und die andere als „Praia do Morcego“ bekannt ist. Der Komplex ist fantastisch – Prädikat „sehr schön“ – und kann über 160 ins Steilufer geschlagene Stufen erreicht werden.

Praia da Pipa
Steht an zweiter Stelle der Besucher-Frequenz (nach „Genipabu“) – besonders während der Sommermonate. Der kleine Fischerort gleichen Namens ist umgeben von Naturschönheiten – er liegt zwischen Restbeständen von Atlantischem Regenwald und einer Reihe völlig unbekannter und einsamer Strände – besonders ausserhalb der Hochsaison.

Praia da Pipa
Pipa's Day - Reserva da Pipa
Pipa's Day - Reserva da Pipa
Pipa's Day - Reserva da Pipa
Pipa's Day - Reserva da Pipa
Pipa's Day - Reserva da Pipa
Pipa's Day - Reserva da Pipa
Pipa's Day - Reserva da Pipa
Pipa's Day - Reserva da Pipa
Pipa's Day - Reserva da Pipa
Pipa's Day - Reserva da Pipa
Pipa's Day - Reserva da Pipa
Pipa's Day - Reserva da Pipa
Pipa's Day - Reserva da Pipa
Pipa's Day - Reserva da Pipa
Pipa's Day - Reserva da Pipa
Diese Fotos stammen aus der Flickr Foto-Community und werden gemäß der Flickr-RSS API abgebildet.

Der Strand selbst ist eine lange Gerade, mit durch Felsmauern isolierten Abschnitten, das Ganze gerahmt von hohen Steilufern mit verschiedenfarbigen Sandschichten. Es gibt Korallenbänke, die ruhiges Wasser bewirken – an anderen Abschnitten aber auch hohe Wellen für Surfer. Gruppen von Delfinen und auch Meeresschildkröten kann man hier häufig beobachten – besonders bei Bootsausflügen. Der Strand verdient das Prädikat „sehr schön“

Mit einer Infrastruktur, auch für internationale Vorstellungen, einer Gastronomie, die keine Kritik zu fürchten hat, und einem Hotel- und Pousada-Angebot vom feinsten, ist der Ort bestens gerüstet für den Fremdenverkehr. Und das Spektakel geht rund um die Uhr, vom lokalen „Forró“ über „Rock’n’Roll“ bis zum karibischen „Reggae“. Allerdings schliessen viele dieser Vergnügungsetablissements während der Nieder-Saison – auch tagsüber, unter der Woche. Die Mehrzahl der Hotels und Pousadas befindet sich weitab vom Strand. Aber, wer ganz sicher gehen will in punkto Ruhe, dem raten wir zu den Stränden in „Tibau do Sul“ oder dem Strand von „Cunhau“!

Praia do Amor
Der Strand mit dem romantischen Namen, von hohen Steilufern abgeschirmt, ist wieder eine Entdeckung wert – der Zugang führt über viele steile Stufen in der Felswand hinab. Hat hohe Wellen und ist in erster Linie ideal für Adepten des Surf-Sports. Im Süden gibt es einen Abschnitt mit einem in den Strand hineinragenden Felsplateau, die Stelle heisst „Praia do Moleque“. Die wunderbare Abgeschiedenheit, die schöne Landschaft verdienen das Prädikat „sehr schön“

Praia das Minas
Ist die Fortsetzung der „Praia do Moleque“. Ein einsamer, von Steilufern eingerahmter Strand, dahinter Sanddünen und Kokospalmenhaine. Ebenso herrlich mit dem Prädikat „sehr schön“.

Praia da Barra de Cunháu
Hier ist wieder ein Strand für die Ruhe suchenden: ausgedehnter, viele Kilometer langer Strand mit ruhigem Meer, durch vorgelagerte Riffe. Liegt an der Mündung des „Rio Curimataú“, dessen Flussstrände man mitbenutzen kann – das Wasser ist sauber. In einer kleinen Siedlung kann man frische „Camarões“ aus eigener Züchtung von den Fischern bekommen, die sie hier für den Export vorbereiten.

BAÍA FORMOSA (106 km von Natal)

Hier befindet sich die grösste staatliche Reserve des Atlantischen Regenwaldes und eine der letzten! Die gesamte Küste ist in diesem Gebiet von Steilufern gesäumt. Die einzige Tankstelle befindet sich 18 km vor dem Ort, an der Abzweigung von der BR-101 – aufpassen!

Praia Baía Formosa
Ein von den Surfern sehr geliebter Ort – wie an der „Praia da Pipa“, gibt es hier Abschnitte mit hohen Wellen und andere mit ruhigem Wasser. Der ganze Strand von 15 km Länge ist gesäumt von hohem Steilufer und Dünen, die an diesem Ort einen rötlichen Schimmer annehmen. Fantastischer Ort – Prädikat „sehr schön“.

Praia do Sagi
Noch ein Bonbon zum Schluss, denn hier haben wir die Grenze zum Nachbarstaat Paraíba erreicht: ein primitiver Strand – im positiven Wortsinn – einsam und unerschlossen. Man kommt entweder zu Fuss, zu Pferd oder Esel und mit einem Allrad-Fahrzeug hin – per Buggy zum Beispiel. Aber was für ein herrlicher Strand! Er hat kristallklares Wasser, starken Wellengang, Kokospalmenbestand und kleinere Dünen, die der malerischen Umgebung das Tüpfelchen auf dem „i“ verleihen. Prädikat „sehr schön!“

RESERVA BIOLÓGICA MARINHA DO ATOL DAS ROCAS

270 Kilometer vor der Küste von Rio Grande do Norte liegt das „Atoll das Rocas“, mit einer Gesamtfläche von 7.500 m² – einzige Atollformation im Südatlantik. 1979 hat die brasilianische Regierung dieses ökologische Sanktuarium unter strikten Naturschutz gestellt – als „Reserva Biológica“. Es wird durch zwei Inseln gebildet – „Farol“ und „Cemitério“ (Leuchtturm und Friedhof) und darüber hinaus noch durch verschiedene Natur-Pools innerhalb eines Korallenrings von 3 km Durchmesser. Das Atoll bildet die Spitze eines antiken Vulkans, mit um die 150.000 Vögeln, vielen Schildkröten-Spezies, Fischen und Krustentieren.

Entdeckt 1503, anlässlich eines Schiffbruchs des portugiesischen Eroberers Gonçalo Coelho, und über Jahrhunderte gefürchtet von allen Seefahrern, denn durch seine geringe Höhe über dem Wasserspiegel von nur 3 Metern, konnte es leicht vom Ausguck übersehen werden. Erst 1881 konstruierte man einen Leuchtturm auf jener Insel, die heute nach ihm benannt ist. Und die andere, die „Friedhofsinsel“, hat ihren Namen durch den Schiffbruch einer englischen Fregatte bekommen, welche im 18. Jahrhundert hier aufgelaufen ist – die gesamte Mannschaft ertrank und wurde auf der Insel begraben.

Es gibt keinerlei Süsswasser auf den Inseln, aus diesem Grund starb der ehemalige Leuchtturmwärter. Gegenwärtig existieren hier nur die Ruinen seines bescheidenen Häuschens und die des antiken Leuchtturms. Der neue Leuchtturm von 1967 funktioniert automatisch und wird durch Sonnenenergie gespeist. Das Atoll wird regelmässig von Wissenschaftlern und Kontrolleuren der IBAMA aufgesucht, denn der Aufenthalt ist dort nur für wissenschaftliche Zwecke gestattet. Im Jahr 2001 von der UNESCO zum „Welterbe“ erklärt.

Und damit wären wir am südlichen Ende des 410 Kilometer langen „Litoral“ von Rio Grande do Norte angelangt. Wahrlich genug Auswahl für herrliche und unvergessliche Badeferien in Brasilien.

Und wenn Sie es lieber ein bisschen aktiver mögen, dann lassen Sie sich von uns ein Programm ausarbeiten, das Ihnen einerseits „Strand, Sonne und Meer satt“ bietet und zum andern, Ihnen auch soviel aktives Abenteuer beschert, dass kein Wunsch mehr offen bleibt. Die verschiedenen Buggy-Abenteuer bringen Sie darüber hinaus noch in den kribbeligen Genuss täglicher Adrenalin-Ausstösse.