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Kürzel: PIHauptstadt: Teresina Telefonieren: Wichtige Nummern Bevölkerungszahl: 3.118.360 (Stand 11/2010) Distrikte: 15 Städte: 222 Grösse/km2: 251.576 km2 Strassen/km: 51.933 Bevölkerungsdichte/km2: 12,4 Einw./km2 Kunsthandwerk/Souvenirs: Hängematten, Teppiche, Keramik Wirtschaft: Lederwaren, Baumwolle, Möbel Lokale Bezeichnung für Einwohner: "PIAUIENSE" Rio Parnaíba (1.485 km) – Grenzfluss zwischen Piauí und Maranhão, der Rio Poty, der in Ceará entspringt und dann in den "Parnaíba" mündet, der Rio Gurguéia, der das südliche Zentrum des Bundesstaates bewässert und ein fruchtbares Tal mitten im "Sertão" bildet. In der Küstenregion sind die wichtigsten Flüsse: der Rio Igaraçu, ein Arm des "Parnaíba", der bei "Luis Correia" ins Meer mündet, der Rio Camurupim, der in der "Serra dos Macacos" entspringt und ins Meer bei "Barra Grande" mündet und der Rio São Miguel, der in "Bom Princípio" entspringt und westlich von "Barra Grande" ins Meer mündet. Jahres-Temperaturen Minimum 18º C - mittlere Jahrestemperatur um 28º C – Maximum 40º C. Klima Tropisch, mit Regenfällen während des Sommers (November – Februar) und halbtrocken im Interior, dem "Sertão". Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 60% und 84%. An der Küste und um den "Rio Parnaíba" herum liegen die jährlichen Niederschläge bei 1.000 bis 1.600 mm. Die Niederschlagsmenge geht zurück, je weiter man in Richtung Südwesten vorstösst, Niederschlagsmengen unter 800 mm/Jahr werden in 35% des Bundesstaates registriert. Strassenverbindungen Die BR-222/343 verbindet die Hauptstadt Teresina mit Fortaleza/Ceará im Osten. Die BR-316/407 verbinden Teresina mit dem Bundesstaat Pernambuco. Die BR-343/324/135 (Sequenz heisst "Transpiauí") verbinden Teresina mit dem Nachbarstaat Bahia im Süden und mit der Stadt Parnaíba an der Küste, im Norden. Die BR-020 verbindet Picos/Piauí mit Fortaleza/Ceará. Darüber hinaus ein Netz von Landstrassen (PI), das aber nur etwa zu 30% asphaltiert ist. Eisenbahnlinien Die einzige Linie der "Companhia Ferroviária do Nordeste" durchquert den Bundesstaat von Ost nach West – von "Crateus" im Nachbarstaat Ceará, über Teresina nach "São Luis" im Bundesstaat Maranhão (nur für Frachtverkehr). Geografische Fläche 252.378 km² – etwas grösser als Grossbritannien. Der drittgrösste Bundesstaat des Nordostens, nach Bahia und Maranhão und der zehntgrösste Brasiliens. Das Gebiet wird vom "Rio Parnaíba" beherrscht, der die natürliche Grenze zum Nachbarstaat Maranhão bildet und die gesamte ausgedehnte sedimentäre Hochebene bewässert. Ihre paleozonen Terrains fallen, von den peripheren Gebirgsformationen – "Tabatinga, Gurgueia, Piauí, Grande" und "Ibiapaba" – her, sanft zum Flusstal hin ab. Höchste Erhebung liegt in der "Chapada das Mangabeiras", im extremen Süden des Bundesstaates, mit 860 m. Die flachen Ebenen befinden sich im Norden und breiten sich bis zum Atlantischen Ozean aus. Die Küstenlinie beträgt 66 Kilometer und wird zum Teil vom Delta des "Rio Parnaíba" eingenommen, welches einen Komplex von zirka 90 Inseln umfasst. Bevölkerung Demografische Dichte: 11,75 EW/km² – das entspricht der geringsten demografischen Dichte im Nordosten. Stadtbewohner: 61% . Analphabeten 35%. Vegetation Seiner geografischen Lage entsprechend präsentiert sich der Bundesstaat Piauí als eine Übergangszone, in der man einerseits die Aspekte des halbtrockenen Nordostens, andererseits Regionen des Vor-Amazonas und auch solche des brasilianischen Zentral-Plateaus findet. Je nach den jeweiligen Niederschlagsmengen, hat sich die Vegetation in den genannten Zonen entwickelt: der Südosten wird von der "Busch- oder Baum-Caatinga" beherrscht – am mittleren und unteren "Rio Parnaíba" finden sich Waldregionen – der "Cerrado" breitet sich über den zentralen Westen und Südwesten aus und die Küstenregion ist von Mangroven und der "Restinga"-Vegetation bedeckt. In der vegetationsbedeckten Landschaft kommt den unterschiedlichen Palmenformationen eine grosse wirtschaftliche Bedeutung zu: die Palmen der Gattung "Babaçu" (Orbignia martiana), "Carnaúba" (Copernicia cerifera), "Burití" (Mauritia vinifera) und "Tucum" (Astrocaryum tucuma), die man in der Regel in den feuchteren Uferwald-Regionen findet, tragen durch ihre vielseitige Verwendbarkeit wesentlich zum Unterhalt der Bevölkerung bei. Schutzgebiete In Piauí befinden sich die historisch ältesten archäologischen Fundstätten Brasiliens und beider Amerikas und sie gehören zu den wichtigsten historischen Fundstätten der Welt. Im Distrikt von "Raimundo Nonato", im Südosten des Bundesstaates, befindet sich der "Parque Nacional da Serra da Capivara", 130.000 Hektar innerhalb der halbtrockenen Region des "Sertão", mit 535 prähistorischen Fundstätten und mehr als 30.000 Felsmalereien – alle in gutem Konservierungszustand. Der "Parque Nacional Serra das Confusões" ist einer der jüngsten Nationalparks – gegründet 1998 zum Schutz einer signifikanten Fläche des "Caatinga-Ökosystems". Seine Ausdehnung beträgt 502.411 Hektar – er liegt 620 km von Teresina, im extremen Südosten des Bundesstaates. In den Distrikten "Piripiri" und "Piracuruca", im Norden des Bundesstaates, befindet sich der Nationalpark "Sete Cidades", eine Region mit reicher Fauna und Flora, in dem man Ruinen besichtigen kann, die scheinbar von ehemaligen Zivilisationen herrühren. Kritische Stimmen behaupten allerdings, dass es sich bei den "Ruinen" lediglich um von Wind und Wetter grotesk verformte Felsen handelt. Weitere unter Naturschutz stehende Gebiete: "Estação Ecológica Uruçuí-Una" in "Ribeiro Gonçalves" und "Uruçuí". Naturschutzgebiet "Serra das Mangabeiras" im extremen Süden des Bundesstaates. Naturschutzgebiet "Delta do Parnaíba" in "Parnaíba". Naturschutzgebiet "Cachoeira do Urubu" in den Distrikten "Esperantina" und "Batalha". Wirtschaft Die Viehzucht War die erste wirtschaftliche Komponente zur Entwicklung des Bundesstaates und ist noch heute seine stabilste Basis. Die Folklore und die regionalen Sitten und Gebräuche basieren ebenfalls auf einer Existenz als Viehhirte. Unter den Herden sind Ziegen, Rinder, Schweine, Schafe und Esel die häufigsten und wirtschaftlich relevantesten. Die Ziegenhaltung geht auf eine Regierungsinitiative zurück und hat zu einer Verbesserung der Existenz unter der bedürftigen Bevölkerung in der Region "Campo Maior, "Alto Piauí" und "Canindé" geführt. Die Landwirtschaft Hat sich zwar parallel zur Viehzucht entwickelt, jedoch nie über den Rahmen einer Tätigkeit für den Eigenbedarf hinaus. In neuerer Zeit wächst das Interesse an einer kommerzielleren Landwirtschaft, aber die Entwicklung geht nur sehr langsam voran und kann noch nicht einmal den Bedarf im eigenen Bundesstaat decken. Unter den traditionellen periodisch angepflanzten Produkten sind: Mais, Bohnen, Reis, Maniok, Zuckerrohr und Soja. Unter den permanenten Kulturen sind: Mango, Orangen, Cashew und Baumwolle. Pflanzliche Extrakte und Rohstoffe bieten die feuchten Flusstäler, zum Beispiel um den "Rio Parnaíba", mit ihren "Babaçu"- und "Carnaúba"-Wäldern (ihre Verwendung wurde in unserem Text "Maranhão" bereits erklärt). Die Cashew-Frucht und –nuss gewinnt man inzwischen aus in grossem Rahmen angepflanzten Beständen. Die Mineralien-Förderung Ist noch relativ unbedeutend – Studien haben aber bewiesen, dass der Bundesstaat über viel versprechende Reserven verschiedener Genres verfügt. Deren interessanteste sind: Marmor, Asbest, Halbedelsteine, Schiefer, Nickel und Talkum. Man sollte noch anfügen, dass Piauí über grosse unterirdische Wasserreserven verfügt und die zweitgrösste Nickelförderung Brasiliens, im Distrikt von "São João do Piauí" besitzt.
Distrikt: Alto Médio Canindé |
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