Unterkünfte, Infrastruktur

Veröffentlicht am 20. Oktober 2009

Auf der Insel gibt es inzwischen auch Hotels, wie z. B. das „Dolphin“ und das „Esmeralda“,  und um die 70 so genannte „Pousadas“. Das sind von Familien geführte kleine Pensionen, in der Regel mit nur 4 – 7 Appartements oder auch Chaléts – alle mit Air-Kondition und privatem Bad/Toilette – Frühstück in der Übernachtung inklusive, es kann aber auch eine Halbpension gebucht werden.

Diese Pousadas werden in Kategorie A und Kategorie B eingeteilt. Erstere sind angenehme und bescheiden komfortable Unterkünfte, die im Preis wesentlich günstiger liegen als die Hotels. Taucher sind mit einer Pousada der Kategorie A sicher zufrieden stellend bedient, müssten aber, je nach Gruppengrösse, vielleicht auf zwei Pousadas verteilt werden!

INFRASTRUKTUR

Einkaufsmöglichkeiten
Dürftig – wegen der schwierigen Warennachschubs-Bedingungen. Die Insel hat nur zwei kleine Minimärkte, eine Bäckerei und eine Tankstelle, eine Post und eine Bank sowie einen Hafen.

Elektrische Versorgung
Das Netz der Insel wird von Generatoren gespeist, die mit Dieselöl angetrieben werden. Darüber hinaus von zwei Sonnenkollektoren, die Voltzahl ist 220 V und Tag und Nacht verfügbar.

Wasserversorgung
Lässt ebenfalls zu wünschen übrig – der gesamte Vorrat stammt entweder aus Regenfällen oder aus einigen wenigen artesianischen Brunnen. Es kann passieren, dass während einiger Tage pro Woche Wasser fehlt – aus Gründen der Rationierung. Daraus entsteht zum Beispiel das Problem, kein tägliches Bad nehmen zu können oder die Bettwäsche nicht täglich wechseln zu können.

Empfohlene Kleidung
Leichte Sachen aus Baumwolle: Shorts, Jeans, Baumwollhemden. Tennis- oder Turnschuhe, Sandalen, und vor allem nicht den Sonnenschutz vergessen – Hut und Lotion – und, immer in Schuhen spazieren gehen.

Kommunikation
Das Telefonsystem der Insel ist an das nationale Telefonnetz angeschlossen, was Langstrecken- und internationale Anrufe ermöglicht.

Bank und Geld
In der Stadt gibt es nur eine Bankfiliale, mit einem 24-Stunden Geldautomaten. Bisher hat die Bank noch keine Geldwechsel-Erlaubnis und verschiedene lokale Geschäfte akzeptieren auch noch keine Kreditkarten. Wir empfehlen Bargeld für persönliche Ausgaben mitzubringen.

Krankenhaus
Die lokale Klinik ist für Erste-Hilfe Fälle ausgerüstet sowie für kleinere chirurgische Eingriffe.

Apotheke
Ja, es gibt eine kleine Apotheke hier, trotzdem empfiehlt es sich unbedingt, dass die Besucher ihre gewohnten Medikamente des persönlichen Bedarfs selbst von zu Hause mitbringen!

Restaurants
Trattoria di Morena (italienisch), Arte e Sabor (Creperie), Tartarugão Boldró (Fleisch, Pizzas), Alameda do Paraíso (Self service), Restaurante Ecológico (Meeresfrüchte), Sabor da  Ilha (Self Service), Restaurante do Biu (Self service), Taquinho (Self Service), Nascimento (Meeresfrüchte), Bar Visual (Self Service), Restaurante FLAP (Self Service), Tartarugão Cachorro (Churrasco, Pizza, Meeresfrüchte, Eis), Miramar (Meeresfrüchte), Porto Marlin (Sushi Bar).

Strassenverbindungen
Es existiert nur eine zentrale asphaltierte Strasse und ein paar kleinere Pisten in prekärem Zustand, so verlegt, dass die Strände von den wenigen Transportfahrzeugen nicht angefahren werden können (aus verständlichen Gründen).

nach obenWEITERE INFORMATIONEN

Tauchen
Das Archipel Fernando de Noronha ist einer der weltbesten Tauchgründe überhaupt! Das Wasser ist transparent, mit einer Sicht bis zu 50 Metern, die Wassertemperaturen liegen um die 25º C, und es gibt hier diverse interessante Felswände unter Wasser. Die Region ist Habitat für Rochen, Haie, Schildkröten, Muränen, Barracudas, Delfine, Schwämme, Algen und Korallen diverser Spezies.

Wer von den Besuchern einen Erstgang wagen möchte, für den bieten die lokalen Tauchschulen Kurse mit abschliessender „Taufe“ an – sie werden bei den nördlichen Inseln absolviert, in Tiefen bis zu 13 Metern. Und selbst wer nicht schwimmen kann, ist deshalb nicht ausgeschlossen: jeder Teilnehmer hat einen persönlichen „Instruktor“ zur Verfügung, der jede Etappe des Tauchens dirigiert und führt.

Es werden Grund-Kurse, für Fortgeschrittene und für Versierte angeboten, die nötigen Ausrüstungsteile, Transport und Guide (Instruktor) werden gegen Gebühr gestellt. Versierte Taucher bitte ihre entsprechenden Tauchscheine mitbringen!

In der Umgebung des Archipels gibt es zwei Stellen, an denen Schiffswracks auf dem Meeresgrund liegen: das erste ist eine „Korvette“, in 62 m Tiefe, und das andere ein Schiff in nur 7 m Tiefe.

Meeresfauna
Das Archipel Fernando de Noronha vereint verschiedene spezielle Meeresbiotope, die in ihrem Gesamt – begünstigt durch seine geografische Lage, mit grosser Entfernung zum Kontinent und genau innerhalb einer südäquatorealen Strömung – eine besonders reiche und vielgestaltige Meeresfauna präsentiert. Wissenschaftliche Studien, die diese Vielgestaltigkeit der Fauna bestätigen, haben im Lauf der Jahre 168 Familien von Molusken, 72 Arten von Krustentieren und eine grosse Zahl von ornamentalen Fischen als Bewohner der Korallenformationen und, darüber hinaus, noch Schwärme von saisonabhängigen durchwandernden Spezies festgestellt.

Nachfolgend fügen wir noch einige Spezies in englischer Sprache an, die dem Fachmann Aufschluss geben mögen: „Pelagic fishes such as Sharks, Tuna, Jack, Albacore and others. Benthic fishes such as Gigantic Jewfish, Groupers and Snappers.

Spinner-Delfine springen aus dem Wasser und begleiten die ein- und ausfahrenden Boote in nächster Nähe. Sie gehören zur grössten inselansässigen Delfin-Schule der Welt, die hier in Fernando de Noronha unter strengem Naturschutz gepflegt wird.

Klima, Jahreszeit
Die Sonne scheint in Noronha fast immer und sehr stark, deshalb nie einen entsprechenden Sonnenschutz der Haut vergessen.
Das Klima in Fernando de Noronha ist tropisch, mit zwei unterschiedlichen Jahreszeiten: einer Regenzeit, von Januar bis August, und einer Trockenzeit, zwischen September bis Dezember.

Die höchste Niederschlagsmenge wird im März und im Juli gemessen, mit Werten, die 193,5 mm innerhalb 24 Stunden erreichen können. Die regnerischsten Monate sind März und April, während man zum Beispiel im Oktober nur sehr geringe Niederschlagsmengen misst, die kaum 9,0 mm in 24 Stunden übersteigen.

Die mittlere Lufttemperatur liegt bei 25 Grad Celsius, während der Monate Januar bis März, den heissesten Monaten auf der Insel, kann das Thermometer bis auf 30 Grad ansteigen. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt im Allgemeinen um die 81,5%, mit wenigen Unterschieden. Die Sonne scheint auf den Inseln durchschnittlich 3.215 Stunden, mit einem Maximum im November und einem Minimum im April.

Die Wassertemperatur liegt bei 25 bis 27 Grad Celsius, die Visibilität liegt bei 30 bis maximal 50 Metern.

Vermeiden Sie, wenn möglich, den Archipel während der Hochsaison-Monate zu besuchen – besonders zwischen dem 15. Dezember und dem 28. Februar! Das Besucherlimit ist von der lokalen Administration auf 420 Personen während dieser Zeit festgelegt, und die Übernachtungsmöglichkeiten sowie die Flüge zur Insel sind  in der Regel, alle ausgebucht.

Ein idealer Zeitraum dagegen ist zwischen Mai und November – mit Ausnahme des Julis, der ebenfalls viele Besucher bringt – ein Besuch von 5 bis maximal 7 Tagen ist zu empfehlen. Maximal 10 Tage, weil die Naturschutz-Taxe ab dem 11 Tag drastisch zunimmt (3-facher Tagessatz).

nach obenVORSICHTSMASSNAHMEN

(Auszug aus einem lokalen brasilianischen Reglement)
„Sie sollten stets versuchen, in Gruppen zum Strand oder ins Innere der Insel zu wandern – bei Tauchgängen immer zusammen mit dem Lehrer oder mit einem Kollegen, der grössere Erfahrung hat.

Beim Bad im Meer niemals ausser Sichtweite sich vom Strand entfernen, denn das Meer ist hier offen und tückische Strömungen häufig und sehr gefährlich.

Beim Mieten eines Buggys oder sonstigen Transportmittels darauf achten, dass das Fahrzeug bezüglich Karosserie und Motor in gutem Zustand ist und wenn Sie selbst fahren, seien Sie extrem vorsichtig auf den Pisten und achten Sie auf Tiere, die Ihren Weg kreuzen. Beachten Sie kompromisslos die Verkehrsregeln, denn auch in Fernando de Noronha sind diese gültig!“