Noronhas Strände

Veröffentlicht am 20. Oktober 2009

Es gibt viel zu entdecken in Fernando de Noronha, auch wenn man kein Taucher ist. Generell sind alle Strände der Hauptinsel, die zur Festlandseite hin liegen, ideal sowohl zum Tauchen als auch zum Sonnenbaden und zum Schwimmen im Meer. Vorzugsweise zwischen April und November, wenn die Meeresoberfläche besonders ruhig ist. In den restlichen Monaten begünstigt die wechselnde Wellenbewegung den Surf-Sport, mit idealen Bedingungen zwischen Dezember und März.

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Foto: Noronha.Gov

MAR-DE-FORA – Äusseres Meer

PRAIA DO LEÃO
Dieser Strand liegt im Südosten der Insel, hat einen rötlich schimmernden Sand und das Meer in einem wechselnden grünblauen Farbenspiel.

Nach Meinung der meisten Besucher, die atemberaubendste Landschaft überhaupt. Hier befindet sich auch einer der wichtigsten Eiablage-Plätze der Meeresschildkröten, und deshalb ist der Strand von Januar bis Juni, zwischen 18h00 abends und 6h00 früh, aus Rücksichtnahme auf die Eier ablegenden Meeresschildkröten, nicht zu betreten!

Die weit ausladende Bucht, die zahlreichen natürlichen Meerwasser-Pools und die wie Geysire aus den Felsen schiessenden Wasserfontänen – die von der hereinflutenden Gewalt des Meeres aus den schmalen Spalten der unterhöhlten Gesteinsmassen gepresst werden – das alles überwältigt den Besucher. Beste Zeit ist Dezember bis März. Prädikat unverzichtbar.

PONTA DAS CARACAS
Ein felsenversperrter Ort mit untersagtem Zugang. Vom Aussichtsturm aus hat man einen schönen Blick über den Leão-Strand und die Umgegend.

BAÍA DO SUESTE
Der ruhigste Strand der Insel, weil eine hufeisenförmige Bucht ihn zu jeder Jahreszeit schützt – Tangablagerungen. Schöne Landschaft und reiche Meeresfauna. Unter anderem trifft man dort auf das einzige ozeanische Insel-Mangrovegebiet Südamerikas, mit eigener Fauna. Es gibt einige Tauchverbote innerhalb der Bucht, wo sich bestimmte Korallenbänke befinden. Service von Bars und Kiosken während des Tages. Prädikat sehr schön.

PRAIA DA ATALAIA
Ein wahres Natur-Aquarium. Erlaubt ist das Tauchen in seinen Pools während der Ebbe. Extrem flach – nur etwa 80 cm – präsentieren diese Pools eine atemberaubende Meeresfauna. Zugang über einen Pfad von Vila do Trinta aus oder per Auto über die Strasse in der Nähe des Flughafens (2,5 km). Innerhalb des Marine-Nationalparks gelegen, deshalb ist der Besuch auf 30 Personen pro Tag begrenzt. Prädikat sehr schön.

ENSEADA DA CAIEIRA
In der Nähe des Hafens gelegener Strand, mit schöner Aussicht. Wird von den Inselbewohnern zum Fischen genutzt. Zu gefährlich zum Baden, denn die Wellen schlagen hier hart auf die Steine und Haie halten sich im näheren Umkreis auf. Der Aussichtspunkt „Mirante do Buraco da Raquel“ ist Fütterungsstelle für Meeresschildkröten.

BURACO DA RAQUEL
Eine grosse Zahl von Natur-Pools, die aber für Besucher nicht zugänglich sind. Man kann von einem Aussichtsplatz einen Blick auf sie werfen.

PONTA DA AIR FRANCE
Im extremen Nordosten der Hauptinsel gelegen, ideal als Aussichtspunkt! Von hier aus hat man einen spektakulären Blick über die Nachbarinseln „São José, Rasa“ und Sela Gineta“. Der Strand besteht aus vulkanischen Steinen – inneres und äusseres Meer treffen hier zusammen und machen ein Baden an dieser Stelle sehr gefährlich!

Im Ort befindet sich ein so genanntes Kulturzentrum des Archipels, in dem Kurse zur künstlerischen Entwicklung von Kindern gegeben werden. Der Name Air France stammt von der Fluggesellschaft, welche in den 30er Jahren die Insel als Stützpunkt für transatlantische Flüge benutzt hat.

nach obenMAR-DE-DENTRO – Inneres Meer

PRAIA DE SANTO ANTÔNIO
Wird auch nur einfach „Porto“ genannt – Hafen für Ankunft und Abfahrt von Schiffen, die Nachschub-Güter zur Insel bringen – und auch für touristische Zwecke. Es gibt dort einen kleinen Strand, mit hellem, feinen Sand und ruhigem Wasser. Besonders schön, von dort aus den Sonnenuntergang zu beobachten und die vielen Wasservögel, die nach Fischen tauchen.

In der Nähe des Strandes liegt ein griechisches Schiff auf Grund und wird von Tauchern aufgesucht. Am Strand selbst befinden sich die Ruinen des Forts „Santo Antônio. In den Monaten Dezember bis März brechen grosse Wellen von draussen herein (bis 2 m hoch) – ideal zum Surfen.

PRAIA DA BIBOCA
Liegt unterhalb der Festung Remédios. Zum Baden eher ungeeignet, da er schwer zugänglich ist und sehr steinig. Im Volksmund auch Schiffsfriedhof genannt, da Boote die sich im Hafen losreisen in der Regel hier stranden.

PRAIA DO CACHORRO
Vorgelagerte Riffs schwächen hier die anbrausenden Wellen, die sich im lockeren, hellen Sand verlieren. Der Strand verdient unser Prädikat sehr schön! Zwischen diesem und dem kleinen „Biboca-Strand“ entsteht jenes Kuriosum, das die Einheimischen „Löwengebrüll“ genannt haben: wenn eine grosse Welle das Wasser in eine bestimmte Felsspalte drückt, hört es sich tatsächlich an, als ob ein Raubtier brüllt!

PRAIA DO MEIO
Im Anschluss an den „Cachorro“ gelegener Strand in Form eines Hufeisens. Man gelangt zu Fuss, über einen schmalen Pfad dorthin, entweder über den Cachorro- oder den Conceição-Strand. Verdient unser Prädikat sehr schön und ist gut zum Surfen.

PRAIA DA CONCEIÇÃO
Ist eine der meist besuchtesten Strände des Archipels. Ideal für Badefreudige oder einfach Bewunderer der Natur. Das Meer ist hier im Allgemeinen ruhig – lediglich im März sehr starke Wellen – der Sand ist hell und fein. Zur Rechten liegt der „Morro de Fora“, ein Berg mit Steinen, die zahllose Natur-Pools einrahmen, wenn der Meeresspiegel bei Ebbe zurückgeht. Ebenfalls Prädikat sehr schön!

Der Sonnenuntergang hier ist einmalig schön! Es gibt einige Bars und Kioske, die in der Regel immer offen sind. Zugang entweder von der „Praia do Cachorro“ oder der „Praia de Boldró“ aus.

PRAIA DE BOLDRÓ
Bei Ebbe bleiben innerhalb der Riffs kleine Pools mit kristallklarem Wasser zurück, in denen man die reiche, vielgestaltige Meeresfauna beobachten kann. Vom Wasser bedeckte Steine, bei Flut, und eine starke Meeresströmung sind für Badende sehr gefährlich! Zwischen November und März erreichen die Wellen hier bis zu 5 Metern, durch die grössere Wassertiefe. Landschaftlich gehört dem Strand allerdings ebenfalls das Prädikat sehr schön. Er befindet sich in der Nähe der amerikanischen Satelliten-Beobachtungsstation. Auf einem Hügel steht die Bar „Mirantes“, die aber unregelmässig geöffnet ist.

PRAIA DO AMERICANO
Ein kleiner Strand mit einer Länge von 150 Metern, schöner lockerer Sand und nur schwacher Wellengang. Ein Camp nordamerikanischer Truppen während des Zweiten Weltkriegs hat dem Strand seinen Namen gegeben. Zugang von der „Praia do Bode“ aus oder, bei Ebbe, über die Steine von der „Praia do Boldró“. Prädikat zweifelsfrei: sehr schön.

PRAIA DO BODE
Strand mit starken Wellen, die Natur-Pools im Sand auffüllen. Bei Ebbe kann man zur kleinen „Praia de Quixaba“ über die Steine wandern. Prädikat sehr schön.

PRAIA DE QUIXABA
Ist ein kleiner Strand, der nur bei Ebbe sichtbar wird, aber zusammen mit seiner herrlichen Umgebung das Prädikat „sehr schön“ verdient!

PRAIA CACIMBA DO PADRE
Strand von zirka 900 m Ausdehnung, mit hellem, lockerem Sand, in dem man viele Muscheln findet. Er ist eingerahmt von nativer Vegetation der umliegenden Hügelkette. Zwischen November und März erreichen die Wellenkämme hier 5 Meter! Zugang durch die Bucht „Baía dos Porcos“ auf einem 250 m langen Weg, oder am Strand entlang, von „Quixaba“ aus. Prädikat sehr schön.

PRAIA DA BAÍA DOS PORCOS
Eine ganz besondere Sehenswürdigkeit von Fernando de Noronha, die dem Besucher eine tatsächlich atemberaubende Landschaft präsentiert: Direkt vor dem Insel-Wahrzeichen, dem Morro dois Irmãos, gelegen, mit wunderschönen, von Felsen eingerahmten Natur-Pools, in denen man allerdings, wegen der einmaligen und seltenen Vielfalt der Fauna, nicht tauchen darf. Wasser in unterschiedlichen Farbtönen, je nach Lichteinfall, verblüfft den Beschauer. Der Ort gehört zum Besten, was unser Planet je an Naturschönheit hervorgebracht hat. Prädikat unverzichtbar!

Zugang von der „Praia Cacimba do Padre“ aus, über einen Pfad oder auch von der „Praia do Sancho“ über etwas schlüpfrige Steine, am Strand entlang.

PRAIA DA BAÍA DO SANCHO
Dieser Strand in Form eines Hufeisens, mit weissem Sand und einem türkisfarbenen Meer davor, ist ein weiteres Naturwunder: umgeben von einer Felswand, kann man den Strand über eine in den Stein gehauene Treppe erreichen – empfehlenswert mit lokalem Führer – oder bei Ebbe von der „Baía dos Porcos“ aus.

Ein Strand von unvergesslicher Schönheit, wo man Nester von Seevögeln bewundern und zwischen einer reichen Meeresfauna exzellente Tauchgänge in der Bucht machen kann. Prädikat unverzichtbar.

BAÍA DOS GOLFINHOS
Areal unter strengstem Naturschutz. Es gibt nur einen einzigen Zugang bis zu einem Felsen über der Bucht, der als Beobachtungspunkt dient – von hier aus kann man die Aktivitäten der Delfin-Population beobachten – sie sind besonders rege gegen 6 Uhr in der Frühe. Zugang und Anfahrt von der Meerseite sind streng verboten.

PONTA DA SAPATA
Der „sapata“ (Lederpantoffel) ist der äussere Zipfel der Insel und zeigt exakt nach Westen in Richtung Kontinent. Von diesem Punkt kehren die Bootstouren Richtung Hafen zurück. Er lässt sich nur vom Boot aus betrachten, denn diese Region mit ihrer Vegetation ist absolut unzugänglich und so naturbelassen, wie vor der Entdeckung der Insel. Die Felsformation gleicht einer liegenden Mumie. Eine Öffnung im Fels – einem Tunnel ähnlich – verbindet das äussere mit dem inneren Meer.