Karneval, Feste in Paraíba

Veröffentlicht am 19. Oktober 2009

Der Karneval ausserhalb der Saison (den inzwischen fast alle Nordoststaaten als touristisches Lockmittel in ihrer jeweiligen Hauptstadt eingeführt haben – meistens im Juli) macht auch in João Pessoa keine Ausnahme:

Der als „Micaroa“ bekannte Ersatzkarneval beschert der Stadt jedes Jahr neue touristische Zuwachsraten – besonders von Brasilianern aus den Nachbarstaaten.

Der „richtige Karneval“ wird in João Pessoa schon eine Woche vorher durch die „Folia de Rua“ am „Feuermittwoch“ eingeleitet, das ist der vor dem Aschermittwoch. In dieser Woche präsentieren sich verschiedene „Karnevals-Blöcke“ in den Strassen und Avenues der Hauptstadt. Der grösste und bekannteste unter ihnen sind die „Muriçocas do Miramar“, die eine Menschenmenge von 250.000 Fans mobilisieren.

Der Juni gehört dem „São João da Lagoa„, eines der grössten Feste der Stadt. Ein grosser Fest-Pavillon wird zu diesem Anlass im „Parque Sólon de Lucena“, im Stadtteil „Lagoa“, aufgebaut, in dem die Bevölkerung eine Woche lang das Tanzbein schwingt, ganz im Stil der „Bauern-Sonnenwende“ und mit viel „Forró“!

Das Fest zu Ehren der Schutzheiligen der Stadt, „Nossa Senhora das Neves“, steht am 5. August auf dem Veranstaltungskalender, dem Geburtstag der Hauptstadt. Auch dieser Anlass wird von den feierlustigen Bewohnern über mehrere Tage gestreckt – auf den Strassen der Stadt und besonders im Altstadtbezirk „Lagoa“.

Das überregionale „Festival Nacional de Arte“ (FENART) ist ein Kunst-Festival, welches jährlich aus ganz Brasilien und einigen Staaten des Auslands im „Espaço Cultural José Lins do Rego“ zeitgenössische Kunst präsentiert.

Die Stadt Cabedelo (18 km nördlich von João Pessoa
Liegt am rechten Ufer des Rio Paraíba, der hier in den Atlantischen Ozean mündet. Hier befindet sich der Hafen der Hauptstadt, und durch die geringe Entfernung ist Cabedelo praktisch der verlängerte Arm der Grosstadt. Hier kann man jenes „Forte de Santa Catarina“ besichtigen, das eine wichtige Rolle bei der Verteidigung Paraíbas gegen ausländische Invasoren spielte, besonders in den Schlachten gegen die Holländer. Heute ist es restauriert und hat sich in eine der meistbesuchten touristischen Sehenswürdigkeiten der Region verwandelt.

An einem Ort in Cabedelo, den die Einheimischen „Praia do Jacaré“ nennen – am Ufer des „Rio Paraíba“ – spielt man zum Sonnenuntergang in den Bars und auf den Booten den „Bolero“ von Ravel. Der Sonnenuntergang ist es wert erlebt zu werden!

Am jenseitigen Ufer des Rio Paraíba liegt die Nachbarstadt „Lucena“ – mit einer Fähre kann man von Cabedelo aus den Fluss überqueren – auch mit Fahrzeugen.

Die Jugend vergnügt sich am „Largo da Gameleira“, einem Strand mit Live-Musik, während die Erwachsenen sich für eine Reihe anderer Optionen entscheiden können. Ein grosser Freizeitkomplex mit vielen nationalen und internationalen Restaurants gehört zur Infrastruktur.