
|
|
|
Kürzel: MAHauptstadt: São Luis Telefonieren: Wichtige Nummern Bevölkerungszahl: 6.574.789 (Stand 11/2010) Distrikte: 21 Städte: 217 Grösse/km2: 331.935 km2 Strassen/km: 52.730 Bevölkerungsdichte/km2: 19,81 Einw./km2 Kunsthandwerk/Souvenirs: Artesanata aus Burutí-Fasern Wirtschaft: Mineralien, Soja, Cajú-Nüsse, Maniok, Mais Lokale Bezeichnung für Einwohner: "MARANHENSE" Die Flüsse, welche den Bundesstaat Maranhão bewässern, gehören in ihrer Mehrzahl zum hydrografischen Becken des Nordens und des Nordostens, welches eine Fläche von 981.662 km2 einnimmt. Dazu gehört der Rio Parnaíba, an der Grenze zum Bundesstaat Piauí und die Flüsse Rio Gurupí und Rio Grajaú (690 km). Der Rio Tocantins verläuft im Süden, als Grenzfluss zwischen Maranhão und Tocantins. Darüber hinaus sind zu erwähnen: Rio Itapecuru (1.090 km), Rio Mearim (966 km), Rio Pindaré (468 km) und Rio Turiaçu. Jahres-Temperaturen Minimum bei 21° C und Maximum bei 32° C. Jahresdurchschnitt 27 – 28° C. Klima Tropisch, durchschnittlicher Niederschlag 1.200 bis 2.000 mm pro Jahr. Durch seine besondere Lage, zwischen Amazonien und dem Nordosten, präsentiert Maranhão verschiedene Klimazonen innerhalb seines Staatsgebiets. Alle tropisch, aber mit unterschiedlichen Niederschlagsmengen und unterschiedlichen Vegetations-Flächen: im Nordwesten Amazonas-Regenwald, in der Zentral- und Südregion "Cerrado", im Nordosten "Sertão", d.h. halbtrockene Zone. Strassenverbindungen Die BR-135 – verbindet die Hauptstadt São Luís mit der BR-316 – die durchquert Maranhão von Südost (Teresina/Piauí) nach Nordwest (Belém/Pará). Die BR-010, genannt "Belém-Brasilia", tangiert Maranhão an seiner Südwestgrenze und wird durch die BR-226 mit Teresina/Piauí verbunden. Die BR-230 durchquert den südlichen Teil von Maranhão und verbindet Piauí mit Tocantins. Der Bundesstaat Maranhão verfügt insgesamt über 54.354 km Bundesstrassen, Staatsstrassen und Landstrassen. Bundesstrassen (BR) 3.058 km, davon 2.958 km asphaltiert. Staatsstrassen (MA) 6.793 km, davon 2.959 km asphaltiert. Landstrassen 44.376 km, asphaltiert (ohne Angabe). Eisenbahnlinien Zwischen der Hauptstadt São Luís und dem Mineralien-Pol "Serra dos Carajás", im Bundesstaat Pará, existiert die "Estrada de Ferro Carajás", insgesamt 892 km lang, 685 km davon in Maranhão, über die geförderte Mineralien, Eisenerz, Soja, und andere Güter transportiert werden, um in São Luis per Schiff exportiert zu werden. Die Bahn dient ausschliesslich dem Gütertransport! "Estrada de Ferro Norte-Sul" – verbindet die "E.F.Carajás" in "Açailândia", mit "Imperatriz" (100 km). "Imperatriz" mit "Estreito" (120 km, im Ausbau), "Estreito" mit "Balsas" (240 km, in Planung), "Estreito" mit "Xambioá" 165 km. Und die "Companhia Ferroviária do Nordeste" – Teilstück Maranhão: São Luis – Timon (Grenze zu Piauí) 450 km. Geografische Fläche 333.365 km2, das sind 4% der Fläche Brasiliens – vergleichbar mit der Grösse Finnlands. Seine Küste hat eine Länge von 640 km. Man unterscheidet 2 unterschiedliche Regionen: 1. Die Küstenebene, welche in ihrem mittleren Abschnitt ins Interior vorstösst, gebildet durch alte und neue Ablagerungen, die überflutete Tiefebenen formen und ausgedehnte Strände. 2. Das Tafel-Hochland, charakteristisch für den zentral-meridionalen Teil, mit Ablagerungen und Basalt-Ergüssen aus dem Mesozon, welche Hochebenen geformt haben, deren Aufwürfe man mit "Serras" bezeichnet ("Desordem, Cinta, Canela, Alpercatas"). 3. Im Nordwesten, dem "Amazonien von Maranhão", erscheint der Regenwald auf dem Territorium, mit äquatorialem Klima. Auf dem restlichen Gebiet, ist das Klima tropisch, (mehr als 24o C und 1.500 – 2.500 mm Niederschlag pro Jahr) und wird vom "Cerrado" sowie dichten Wäldern von "Babuaçu-Palmen bedeckt. Bevölkerung Die Bevölkerung zwischen 0-14 Jahren = 44 %, 15 – 59 Jahre = 49 %, 60 Jahre und mehr = 6%. In Stadtgebieten leben rund 60 % und 40 % auf dem Land. Kindersterblichkeit liegt bei 61 / 1.000 (2004). Analphabeten unter der Bevölkerung: geschätzte 31%. Vegetation Amazonas-Regenwald, – mehr als 100.000 km² – Übergangsgebiet zwischen Regenwald und Cerrado, viele Palmenhaine, Cerrado (Buschsteppe), Campos (Grasflächen), Manguesais (Mangroven-Ansammlung) und Restingas (Küstenvegetation). Wirtschaft Einer der wichtigsten wirtschaftlichen Faktoren in Maranhão ist der Extrativismus von Rohstoffen aus natürlichen Ressourcen. Maranhão ist auch bekannt unter dem Namen "Land der Palmen" und diese Palmen sind einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren, besonders die beiden Arten "Babaçu" und "Carnaúba". Ebenfalls Rohstofflieferanten sind "Burití, Juçara (Açaí) und Bacaba". Von wirtschaftlicher Bedeutung sind ausserdem: Landwirtschaft, Maniok, Reis, Mais, Soja und Bohnen. Viehzucht 4 Millionen Rinder, 3 Millionen Schweine, 500.000 Ziegen, 287.000 Pferde, 18 Millionen Federvieh. An Industrie haben einige Bedeutung: die Aluminium-Verarbeitung, Lebensmittelindustrie und Holzindustrie. Industrie Die "Babaçu-Palme" (Orbygnia martiana), ist eine ölhaltige Palmenart von grossem kommerziellem und industriellen Wert, deren ausgedehnte natürliche Verbreitung sich auf die beiden brasilianischen Bundesstaaten Maranhão und Piauí beschränkt – von hier kommen 90% der Landesproduktion. Die Palme erreicht eine Höhe von 20 Metern und besitzt eine Krone, deren einzelne Blätter bis zu 6 m lang werden. Ihre Früchte können bis zu 15 cm Durchmesser erreichen. Aus ihnen gewinnt man den wichtigsten Rohstoff zur Herstellung von Margarinen, Kokosfeten, Seifen und Kosmetika. Der Rückstand der Extraktion – den man auch "Babaçu-Kuchen" nennt – kann als Viehfutter verwendet werden. Die jungen Triebe ergeben ein exzellentes, vitaminreiches Gemüse (Palmito) und die noch grüne Frucht dient den Kautschuk-Sammlern zum "Räuchern" des Gummis. Wenn die Frucht reif ist, ergibt das Fleisch gekocht eine gute Mahlzeit. Das Holz des Stammes wird zur Konstruktion von Hütten verwendet, die Palmwedel zur Deckung des Daches, oder man flechtet aus ihnen Körbe und Matten. Auch zur Fabrikation von Zellulose und Papier ist dieses Material gut zu verwenden. Aus dem Fruchtansatz gewinnt man einen Saft, den man durch Gärung in ein alkoholisches Getränk verwandeln kann, das bei den Einheimischen sehr beliebt ist. Eingeborene Die indianische Bevölkerung in Maranhão besteht heute noch aus rund 12.200 Personen, verteilt auf 16 Gruppen, die ein Areal von insgesamt 1.908.890 Hektar (ha) bewohnen. Von diesem Gesamt sind annähernd 86% (1.641.645 ha) von der FUNAI (Behörde für Indianerschutz) vermessen worden, das entspricht den Wohngebieten von 14 Gruppen. Zirka 14% (267.245 ha) befinden sich noch im Prozess der Demarkation, das entspricht den beiden letzten Wohngebieten der Awá- und der Krikati-Indianer, die aber in diesen Gebieten bereits angesiedelt sind. Grösste eingeborene Bevölkerungsgruppe sind die Araribóia mit ÜBER 3.200 Mitgliedern, die ein Gebiet von 413.288 ha im Distrikt von Amarante bewohnen. Die Cana-Brava-Guajajara sind die zweitgrösste Gruppe, mit über 3.000 Mitgliedern. Sie bewohnen ein Gebiet von 137.329 ha in den Distrikten Barra de Corda und Grajaú.
Distrikt: Aglomeração Urbana de São Luís |
|
... damit wir Ihnen weiterhin alle Inhalte kostenlos zur Verfügung stellen können.
Ihr Brasilienportal Team |
|