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DER SERTÃO CENTRALDasselbe Gebiet ist aber auch, zumindest in seinen Ausläufern, ein interessantes Territorium für den Ökotourismus: im Zentrum des Bundesstaates gelegen, präsentieren die 20 Distrikte (Municípios) des Sertão von Ceará einige der schönsten und überraschendsten Felsformationen des Landes wie zum Beispiel den "Pedra da Galinha Choca" (Stein), in Quixadá, oder das "Vale Monumental", zwischen Quixeramobim und Quixadá.Das genannte Tal (Vale) von 3,8 km Länge, gilt als das wichtigste geschützte Ökosystem des halbtrockenen Sertão, im ganzen Nordosten! Die aussergewöhnlich schöne Landschaft des Tals wird in erster Linie durch seine original "Caatinga"-Vegetation bestimmt, mit ihren verschiedenen Kakteen- und Bromelienarten. Nur eine einzige kurze Wanderung, auf den schmalen Pfaden der Einheimischen, überrascht die Teilnehmer bereits mit Höhlen, Seen, Canyons und riesengrossen Felsbrocken, wie zum Beispiel der "Pedra do Letreiro", auf dem man Inschriften und Zeichnungen von archäologischem Wert erkennen kann. Ideal für Wanderungen, besitzt das Tal eine Unzahl von Pfaden, auf denen man seine 100 Hektar kreuz und quer kennen lernen kann. Die in dieser Region vereinzelt auftretenden Berge prädestinieren sie ebenfalls für den Drachenflug. Und der religiöse Tourismus ist in diesem Gebiet eine nicht zu unterschätzende wirtschaftliche Komponente für die Bevölkerung. Die "Região Sertaneja" (Sertão-Region) beansprucht in Ceará 57% des Bundesstaates – einem Landesteil, in dem die jährliche Niederschlagsmenge zwischen 500 und 700 mm liegt – manchmal aber auch darunter oder ganz ausfällt. Die Trockenheit dauert mindestens 8 Monate pro Jahr. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 32und 33o C, nachts bis auf 23o C fallend. Wegen der niedrigen Luftfeuchtigkeit – weniger als 70% - empfindet man die Hitze stärker als an der Küste. QUIXADÁ (168 km südwestlich von Fortaleza) Ist ein wichtiger Pol für den Ökotourismus. Seine Nähe zum "Vale Monumental" bietet dem Besucher eine Reihe interessanter Aktivoptionen, wie Trekking, Bergsteigen, Reiten, Mountain-Biking und Drachen-Fliegen. Die Mehrzahl der Wanderungen und anderer Aktivitäten starten in "Quixadá". Ein besonderes Erlebnis ist immer der Erstkontakt mit der unbekannten Flora und Fauna der "Caatinga". Man findet hier mehr als 400 identifizierte und katalogisierte Tiere – Vögel, Reptilien und Säugetiere. Das Wahrzeichen des Ortes ist der "Pedra de Galinha Choca" (Stein der gackernden Henne), ein Monolith, der wirklich genauso aussieht – man kann ihn von jedem Punkt der Stadt sehen! Im Distrikt gibt es ein paar gute Kunsthandwerker und eine wirklich interessante Küche, in der so exotische Rezepte wie "Baião-de-dois" (Tanz zu zweit) mit Frischkäse garniert, oder "Buchada de Carneiro" (Hammelinnereien) und "Galinha caipira no molho" (Bauernhuhn im eigenen Blut), vorkommen. CANINDÉ (120 km südwestlich von Fortaleza) Neben "Juazeiro do Norte" ist die Stadt zweitgrösster Wallfahrtsort von Ceará. Seit 1775 kommen grosse Pilgerströme hierher, die zur "Basilica de São Francisco de Chagas" ziehen, um dort dem "heiligen Franz" Opfer zu bringen und Versprechen abzuringen. Sie kommen per Auto, Omnibus, auf der Ladefläche von LKWs und auch zu Fuss, hierher. Das alljährliche Fest beginnt am 29.September: mit der Feier für die Landarbeiter, gefolgt von der Feier für die "Vaqueiros" (Kuhtreiber), für die Musiker usw. Am 4.Oktober wird das Fest mit 9 Messen beendet. Sehr interessant für den Besucher ist die enorme Sammlung von Exvotos der Kirche. Hier zeigt sich in manchem künstlerisch wertvollen Stück die Kreativität der Volkskunst. "Canindé" besitzt eine Reihe von interessanten Trekking-Pfaden, mit denen man die "Serra do Tamanduá" oder den "Serrote Amargoso" näher kennen lernen kann.
Das brasilianische "Monument Valley", im "Sertão Central" von Ceará, steckt voller überraschender Entdeckungen. Eine einfache Wanderung wird zum Abenteuer in diesem Gebiet, das für den Naturliebhaber ein ganzes unterirdisches Netz von Höhlen bereithält. Landschaftlich reizvolle Wege, kristallklare Flüsse und Seen, Canyons und Wasserfälle, Felsentunnel und Hochplateaus und Klettertouren an von der Erosion phantastisch geformten, kolossalen Monolithen. Sogar Entdeckungen prähistorischer Felsmalereien und Inschriften kommen vor. |
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