Cearensische Küche

Veröffentlicht am 19. Oktober 2009

Die original „Cearensische Küche“ ist eine kreative Kombination aus den landwirtschaftlichen Produkten des Innern und den Früchten seiner Küstengewässer, portugiesische Küche mit indianischen Einflüssen und afrikanischen Gewürzen.

Vom Land kommen „Macaxeira“, eine Maniokwurzel-Art, die „Batata Doce“, eine Süsskartoffel. Der gekochte oder auch gegrillte Mais, Maiskuchen, Maisbrot, „Mungunzá“, ein Gericht aus gekochtem Maismehl, „Canjica“, eine Dessert-Speise aus Maisbrei, Kokosmilch und Kokosnuss, Zimt und Zucker. „Pamonha“, ist eine feingeschrotete, gekochte Maiskornmasse, heiss serviert in frischen Maisblättern. „Pé de Moleque“, ist harte, handtellergrosse Karamell-Zuckermasse mit eingelegten Cashew-Nüssen und Gewürznelken.  

Unter den verschiedenen Meeresfrüchte-Spezialitäten sind saftige Langusten, Fisch-Eintöpfe, Garnelen-Ragouts, Krabben in Knoblauch gedünstet , Krebse natur, Krebsschenkel paniert à la Milanesa oder auch gefüllte Krebsschalen und vieles andere mehr.  

Viele der regionalen Speisen sind es wert, dass man sie probiert: Ein besonders empfehlenswertes Gericht ist „PEIXE Á DELÍCIA„, Fisch mit einer delikaten Sauce aus Bananen, Kokos und Käse. Und dann kosten Sie einmal „PAÇOCA„. Es wird aus sonnengetrocknetem Fleisch hergestellt, das in einem Mörser zerstossen, mit Maniokmehl vermischt und mit Zwiebeln zusammen geröstet wird. Zu diesem Fleisch wird der „BAIÃO DE DOIS“ gereicht, eine Teigmasse, die aus Reis, Käse, Bohnen und gesalzener Butter besteht.

Eine phantastische Auswahl von tropischen Früchten wird angeboten, darunter: „Cashew, Kokosnüsse, Mangos, Papaias, Avocados, Guaven, Passionsfrüchte, Ananas, Graviola, Jaca, Muricí, Sapotí, Cajá“ und viele andere, deren Säfte man ebenfalls überall an den Brasilientypischen „Saftständen“ bekommen kann.

Doch nicht nur für Säfte sind die Früchte zu gebrauchen: Aus den Schalen der Ananas gewinnt man hier ein fermentiertes, berauschendes Getränk, genannt „Aluá“ und der „Cashew-Saft“ fermentiert zur hervorragenden „Cajuina“. Den traditionellen „Cachaça“ – der hochprozentige, dem Rum vergleichbare Alkohol, aus Zuckerrohr – mischt man hier ebenfalls gerne mit den verschiedensten Fruchtsäften.

Das wohlschmeckende Ergebnis heisst „Batida“ und wenn man deren Zusammensetzung verraten will, dann hängt man den Namen der entsprechenden Frucht hintendran: z.B. „Batida de Coco“ ist ein Mixgetränk aus Cachaça und Kokosmilch. Alle „Batidas“ sind ein Gedicht und sie verführen geradezu zum Durchprobieren. Wovon wir allerdings dringend abraten, wenn Sie diesen Test nicht direkt neben Ihrem Hotelbett durchführen.

Aus dem Zuckerrohr gewinnt man ausserdem einen wertvollen Kalorien- und Vitaminspender: die „Rapadura“, eine eingedickte und dann gepresste Form des Zuckerrohrsaftes, die in Form von steinharten, zentimeterdicken, gelbbraunen Zuckerplatten der Landbevölkerung als Wegzehrung dient. Müssen Sie unbedingt einmal probieren.