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Arraial d’Ajuda

Veröffentlicht am 18. Oktober 2009

Arraial liegt 725 km südlich von Salvador und wurde in den 70er Jahren von der internationalen Hippie-Bewegung entdeckt und hat inzwischen mit seiner „eleganten Einfachheit“ internationalen touristischen Ruf erlangt.

Paradise Brazilian BeachVon der besonderen Atmosphäre des kleinen Fischerortes angezogen, kamen Abenteurer aus allen Teilen der Welt hierher und manche blieben und verwandelten „Arraial“ in die „Ecke der Welt“, wie man den Ort unter Insidern heute nennt. Seine 12 km Küste gehören zu den schönsten Strandabschnitten Brasiliens.

Schroffe Steilhänge rahmen den Strand ein und vorgelagerte Riffe formen natürliche Pools mit lauwarmem Wasser. Die Strände „Apaga-Fogo, Araçaípe, Mucugê, Pitinga“ und „Taípe“ sind teils einsam, teils überlaufen. Mit Kokospalmen-Bestand oder Restinga-Vegetation und mit vielen jüngeren Leuten und viel Tohuwabohu.

Der ehemals ruhige Ort mit den ungepflasterten schmalen Gassen, hat inzwischen Schluss gemacht mit der gelassenen Lebensweise: Bei Tag wirkt er wie jeder andere Strandort auch – mit kleinen, schnuckeligen Pousadas, rustikal und recht komfortabel, charmanten Restaurants und einigen geschmackvollen Häusern.

Bei Nacht jedoch, könnte er einem Fellini-Film entsprungen sein, für die wilden Stämme vom andern Ende der Welt aber genau der richtige Ort: Jünger und ausgelassener als in Porto Seguro, mit einer Mode, die sich nur an „Arraial d´Ajuda“ orientiert und fast nichts mehr bedeckt, sondern höchstens verschönt. Dementsprechend sind die Preisschildchen in der Boutique oft grösser als das Textil-Minimum an dem sie kleben – und die Preise sowieso!

Hier haben sie auch die „Lambaeróbica“ erfunden – eine Art Freiluftgymnastik mit einem Touch „Lambada“, jenem erotischen Tanz, der ebenfalls aus dieser Gegend stammt und den der Pabst einstmals unter „Bann“ gestellt haben soll. Man verfällt schnell dem süssen Nichtstun tagsüber und den wilden, verrückten Nächten. Man erreicht das Dorf über eine Erdstrasse – von Porto Seguro aus – der sie unterbrechende Fluss wird mittels Fähre überbrückt.

Wenn Sie übrigens die Strände in dieser Gegend erwandern, dann lernen Sie sie am besten kennen. Direkt am Meer führt ein Weg entlang, von dem aus Sie jeden der von uns empfohlenen Strände erreichen können. Ob Sie nur 4, 8 oder die ganzen 13 Kilometer bis „Trancoso“ gehen möchten, bleibt Ihnen überlassen.

Praia Pitinga
Legt etwa auf dem halben Weg nach Trancoso. Eine Bucht mit starken, türkis leuchtenden Wellen, die von den Riffen in der Nähe des Strandes gebrochen werden. Der Sand ist locker und hell, eingerahmt durch Steilufer im Hintergrund. Weiter gegen Süden werden die Strände zusehends einsamer, und man trifft gelegentlich auf Nudisten.

Praia de Taípe
Sehr ruhiger Strand, mit goldgelbem grobem Sand. Das Meerwasser ist sehr transparent und lauwarm. Dieser schöne Ort der Beschaulichkeit wird von Steilufern und Dünen – bis zu 45 Meter hoch – abgeschirmt. In der Nähe gibt es einen Landeplatz für Ultraleicht-Flugzeuge.