Strände südlich Salvadors

Veröffentlicht am 18. Oktober 2009

VALENÇA (271 km südlich von Salvador)

Die Stadt wurde 1799 gegründet und hat ein beachtliches historisches Erbe zu bieten. Sie liegt 17 km vom nächsten Strand (Guaibim) entfernt, den man am leichtesten per Boot auf dem „Rio Una“  erreichen kann. Auf dieser Fahrt kommt man an zahlreichen Inseln mit Mangrove-Bewuchs vorbei. Im Nachbar-Munizip „Cairu“ – gegenüber der Insel „Tinharé“ – gibt es viele interessante Gebäude aus der Kolonialzeit.

Praia Ponta do Garcez
Einsamer Strand, umgeben von Kokoshainen und Atlantischem Regenwald, mit starkem Wellengang und hellem Sand, in dem man viele grosse Muscheln findet! Zufahrt nur per Boot, entweder von „Cacha Pregos“ auf der Insel „Itaparica“ oder von „Jaguaripe“ aus.

Praia Barra do Jiquiriçá
Umgeben von „Fazendas“, die Dendé- und Kokospalmen kultivieren, an der Mündung des „Rio Jiquiriçá“. Hat eine kleine Fischerkolonie. Das Meer wird in den Wintermonaten wild (Juni – August).

nach obenDie ILHA DE BOI PEBA

Getrennt von der „Ilha de Tinharé“ durch einen Kanal, den „Rio do Inferno“, bietet diese paradiesische Insel rund 20 km einsamer Strände – wundervoll zum Baden. Die Schiffe, welche die kleine Siedlung gleichen Namens ansteuern, starten von „Valença“, „Cairu“ oder „Morro de São Paulo“ aus. In „Boca da Barra“, auf der Insel selbst, kann man Boote zu den weiter entfernten Stränden mieten. Zum Beispiel zu den Natur-Pools, nach „Moreré“, oder den Mangrove-Gebieten des „Rio do Inferno“ oder „Rio Cairu“.

nach obenITUBERA (295 km südlich von Salvador)

Die Strände rund um diesen kleinen Ort sind praktisch „jungfräulich“, soll heissen: vollkommen unverdorben und in ihrer Originalität erhalten! Bis zum Meer sind es 26 km auf einer asphaltierten Strasse.

Praia de Pratigi
Ebener Strand, mit starken Wellen und sehr feinem Sand. Fischerkolonie, Kokospalmen und Bananenpflanzungen.

Praia Boca da Lagoa
Grosszügiger Strand von 15 km Länge, mit Kokospalmen-Hainen und Bananenpflanzungen. Anfahrt über den Strand von „Pratigi“ – bei Ebbe, am Strand entlang – oder per Boot (45 Minuten).

Praia Barra do Serinhaém
Lange Gerade von 5 km. Schwache Wellen, weisser Sand von feinster Güte. Anfahrt per Boot von „Camamu“ aus (1,5 Stunden).

nach obenBARRA GRANDE (472 km südlich von Salvador)

Der Ort befindet sich auf der Halbinsel „Maraú“, die man durch eine Erdstrasse, über „Ubaitaba“, anfahren kann (die BR-030/85 km), oder man nimmt ein Boot von „Camamu“ aus (die bessere Option). Aber man sollte wirklich keine Mühe scheuen, denn hier bekommen sie: Die schönsten Strände und Wasserbedingungen Brasiliens! (Alle unverdorbenen Strände sind in der Regel schwer zugänglich!). Unter den 10 Stränden auf der Halbinsel, die alle erlebenswert sind, wollen wir die zwei besten herausgreifen:

Praia Taipus de Fora
Der Strand gehört zu den besten in Brasilien. Nicht nur für Badegäste, sondern auch für Taucher. Bei Ebbe wird ein enormes natürliches Schwimm-Bassin sichtbar, mit völlig transparentem Wasser. Geschützt durch vorgelagerte Korallenbänke – etwa 500 m vor dem Strand – sammeln sich zahllose bunte Tropenfische und andere Meerestiere in diesem Naturaquarium, das ungefähr 1 km lang ist. Die Wassertemperatur ist äusserst angenehm und die Sicht für Taucher superb! Von „Barra Grande“ kann man zu Fuss gehen (7 km). Beste Jahreszeit ist zwischen September bis März.

Praia Cassange
Ist der Nachbarstrand, oder besser, die Fortsetzung von „Taipus de Fora“, mit gelblichem, schön lockerem, Sand. In der Nähe befindet sich eine Lagune, mit demselben Namen – gut für Wechselbäder und Wassersport. Auch dieser Strand, mit dem französisch klingenden Namen, gehört zum Feinsten!!

Die andern? Werden Sie bestimmt selbst entdecken, wenn Sie in diese wunderschöne Gegend kommen. Alle sind sich in einem Punkt sehr ähnlich: nicht zu übertreffen!

nach obenSANTO ANDRÉ (672 km südlich von Salvador)

Ein ruhiger Ort auf unserem weiteren Weg nach Süden, den man am besten über eine Fähre (10 Minuten, über den Fluss „Rio João de Tiba“) erreicht, wenn man von Norden, auf der BR-001, über „Canavieiras – Belmonte“ und „Santo Antônio“ anreist. Oberhalb der Flussmündung, im Meer, direkt vor dem Ort, liegt die kleine „Ilha Paraiso“. Ein schöner Ausflug per Boot führt zu den Natur-Pools der „Araripe-Riffe“, wo sich auch für Taucher gute Möglichkeiten bieten, sich ihrem Sport zu widmen.

Santo André
Ist nur eine Fischer-Kolonie, fast ohne Infrastruktur, wenn man von ein paar bescheidenen Pousadas absieht, in denen der Gast vom Besitzer persönlich empfangen wird. Es gibt aber, zum Beispiel, weder eine Tankstelle noch ein Krankenhaus im Ort. Das Zentrum hat Sandstrassen und lebt noch in der Vergangenheit. Aber die Strände ringsherum sind Extraklasse!
Zwischen „Santo André“ und „Santo Antônio“ kommen auch Hochsee-Angler auf ihre Kosten: hier kommt der „Blaue Marlin“ regelmässig vor.

Praia de Mojiquiçaba
Sehr empfehlenswerter Strand, 20 km oberhalb von „Santo André“, an der Mündung des Flusses gleichen Namens. Mangroven-Wald mit einer grossen Vielfalt an Vögeln, Fischen und anderen Wassertieren.

Praia de Guaiú
Absolut einsam und verlassen, aber wunderschön. Mit einem gut erhaltenen und geschützten Bestand des Atlantischen Regenwaldes.
Befindet sich an der Mündung des „Rio Guaiú“ ins Meer. Bäche und kleinere Flussläufe formen kleine Lagunen im Sand – sehr gut für Wechselbäder und auch zum Fang der kleinen „Pitú-Krebse“. Zugang ab dem kleinen Ort „Guaiú“.

Praia da Ponta de Santo Antônio
Ebenfalls kaum besucht – eben und offen – hat schwache Wellen und einen dunklen, festen Sand. Befindet sich an der Mündung des „Rio Santo Antônio“.

Praia das Tartarugas
Vorgelagerte Riffe formen hier Natur-Pools, die bei Ebbe sichtbar werden. Das Wasser ist dadurch immer ruhig und sehr schön zum Baden. Der Sand ist hell und grob – umgeben vom herrlichen Atlantischen Regenwald.

Praia de Santo André
Der Ortsstrand der kleinen Fischerkolonie, aber sauber und landschaftlich ein Gedicht. Liegt oberhalb der Bucht, in die der Fluss „João de Tiba“ mündet – umgeben von Mangroven. Es gibt 3 Möglichkeiten hinzukommen: per Auto, dann muss man mit der Fähre über den Fluss, zu Fuss, auch per Fähre und anschliessend 3 km wandern, oder per Boot – an der Paradies-Insel vorbei.

nach obenSANTA CRUZ CABRÁLIA (755 km südlich von Salvador)

Historische Stadt, wesentlich ruhiger als die Nachbarin „Porto Seguro“ und beinahe völlig unbekannt. Besitzt aber die besten Strände der gesamten Region. Seine Geschichte ist verbunden mit der Geschichte der ersten Landnahme durch die Portugiesen. Viele interessante Relikte aus dieser Zeit gibt es hier zu besichtigen.

Die ruhigen Wellen eignen sich bestens zum Wind-Surfen. Ein Ausflug per „Escuna“ (typisches lokales Segelboot) zum „Marinepark Coroa Alta“ ist ein Muss: Vom kleinen Hafen des Ortes nimmt das Boot Kurs entlang der Korallenriffe, die den Fluss „João de Tiba“ in seiner Mündung vom Meer trennen. An einer offenen Stelle, nach 3 Kilometern, geht’s hinaus auf die offene See – 16 km bis nach „Coroa Alta“, dem Riffgebirge, das bei Ebbe verschiedene Pools freigibt. Herrlich zum Baden und Tauchen, mit vielen bunten Tropenfischen. Auf dem Rückweg ein Mittagessen in „Santo André“ und den Nachtisch auf der „Paradies-Insel“, insgesamt 6 Stunden Dauer.

Praia da Coroa Vermelha
Hier wurde die erste Messe auf brasilianischem Boden vom Schiffsgeistlichen des Pedro Álvares Cabral (1549) zelebriert. Eine stille Bucht, seichtes Wasser, vorgelagerte Riffe, weisser, grober Sand. Die „Pataxos-Indianer“ unterhalten hier ein paar Kioske, in denen sie ihr Kunsthandwerk anbieten.

Praia Ponta do Mutá
Bucht mit Kokospalmen, weissem Sand und schwachen Wellen. Boote bieten Ausflüge an nach „Coroa Vermelha“ und vorgelagerten Riffen.

nach obenCARAÍVA (740 km südlich von Salvador)

Auf einer Halbinsel, zwischen dem Fluss gleichen Namens und dem Meer, gelegen, ist ein Ort ohne elektrisches Licht, ohne Telefon und ohne Post! Wer Elektrizität braucht, hat einen Generator. Die Anfahrt über Erdpisten ist mühsam und zeitraubend, und die zusätzliche Überquerung des Flusses per Kanu bewirkt, das dieser Ort fast von der Zeit vergessen, in Isolation und Primitivität verharrt. Aber das reizt natürlich die Abenteurer oder nicht?

Caraíva
Hat gleich zwei der zwölf Strände, die von einer Fachjury als die besten Strände Brasiliens gewählt wurden. Die „Praia de Curuípe“ und die „Praia do Espelho“, von denen wir Ihnen im Anschluss ein paar Details präsentieren.

Noch etwas zur Anfahrt nach „Caraíva“:
Beste Alternative ist die Anfahrt über die BR-101 bis zum kleinen Ort „Monte Pascoal“, dann 45 km Erdpiste bis nach „Caraíva“. Hier gibt es kein Benzin, deshalb vor der Anfahrt volltanken! Da die Überquerung des Flusses per Kanu erfolgt, muss das Auto am jenseitigen Ufer zurückgelassen werden. Nur wenig leichtes Gepäck mitnehmen!