Maceió

Veröffentlicht am 18. Oktober 2009

Maceió, zwischen dem Meer und der „Mundaú-Lagune“ gelegen, wird auch die „Stadt des Wassers“ genannt. Die Tupi-Indianer, nannten diesen Ort „Maçai-o-k“: der die Lagune verstopft.

Gründung: 1815
Lage: 16 Meter über Meer
Bevölkerungszahl: 932.748 (Stand 11/2010)
Grösse/km2: 503,07 km2
Bevölkerungsdichte/km2: 1.854,12 Einw./km2
Regenzeit: April bis Juni

Die Stadt hat sich auf einer natürlichen, vom Meer geschaffenen Terrasse ausgebreitet und langsam die Mündung des Rio Mundaú „verstopft“ hinter dem Damm entstand die „Mundaú-Lagune“ und der Fluss suchte sich einen anderen Weg ins Meer, am südlichen Ausläufer der Stadt, dem „Pontal“.

Die Terrasse, auf der sich die Stadt zuerst entwickelte, bevölkerte sich, und breitete sich dann auf einer zweiten, höheren Terrasse aus und als die nicht mehr genügte, wurde die dritte Terrasse bebaut. Die „Oberstadt“ entstand, im Areal der „Jacutinga“, wo sich heute der Stadtteil des Leuchtturms (Bairro do Farol) befindet. Er wurde so genannt nach dem dort installierten Leuchtturm, hoch oben am Ende der antiken „Ladeira da Catedral“, die heute „Rua Dr. Osvaldo Sarmento heisst.

Maceió präsentiert also insgesamt drei unterschiedliche Bebauungspläne:
1. Der Küstenstreifen mit Höhen zwischen 2 und 4 m über dem Meer.
2. Der etwas höhere, mit Höhen zwischen 8 und 10 m über dem Meer.
3. Die Terrasse des antiken „Planalto da Jacutinga“, wo heute die Stadtteile „Farol, Gruta, Pitanguinha, Pinheiros und Tabuleiro do Martins“ liegen, mit 40 – 50 m über dem Meeresspiegel.

Gegründet am 16. September 1815, entwickelte sich die Stadt vornehmlich als ein Zentrum des Zucker- und Baumwollhandels, rund um eine dortige Zuckerverarbeitung und Schnapsbrennerei herum. Im 20. Jahrhundert übernahm sie dann die Rolle eines Seehafens für grosse Schiffe, die in dem bisherigen Hafen „Jaraguá“ nicht mehr abgefertigt werden konnten.

Heute hat sich Maceió, mit knapp 900.000 Einwohnern, zu einer der schönsten touristischen Städte Brasiliens entwickelt. Auch Ausländer fangen an, seine besonderen Attraktionen zu entdecken, wozu zweifellos auch die besonders schönen Stadtstrände gehören, deren Farbe, je nach Lichteinfall, einmal ins Türkisgrün und dann wieder in ein tiefes Blau wechseln. Die Sonne, die hier an 300 Tagen im Jahr scheint, erhält das Wasser stets in angenehmen lauwarmen Temperaturen.

Maceió besitzt eine beneidenswerte touristische Infrastruktur: Hotels, von einem bis zu fünf Sternen in internationalem Standard und Luxus, aber auch einfache „Pousadas“ und Herbergen, die meisten von ihnen am Meer. Restaurants und Bars (die meisten mit typischer Live-Musik), strategisch installiert an den Stränden „Pajuçara, Ponta Verde, Jatiúca“ und „Stella Maris“. Auch für ein interessantes Nachtleben ist gesorgt: Nachtclubs, Show-Häuser, Kinos, Theater, und viele andere mehr, präsentieren lokale und internationale Attraktionen.

Die Hauptstadt von Alagoas ist eine moderne Stadt, voller Neubauten und solcher, die gerade fertig gestellt werden – besonders innerhalb der Stadtteile mit Strandnähe – mit steigenden Besucherzahlen, von Jahr zu Jahr. Der Flughafen „Campo dos Palmares“ wird von diversen Städten im Land angeflogen und dient auch internationalen Charterflügen als Ziel.

Rund um die Stadt gibt es insgesamt 22 Lagunen. Die bekanntesten sind: „Mundaú, Manguaba, Roteiro“ und „Jequiá“. Die ersten beiden sind durch einen Kanal miteinander verbunden und bilden zusammen den „grössten lagunaren Komplex Südamerikas“.