Infrastruktur in Roraima

Veröffentlicht am 16. Oktober 2009

Der Bundesstaat Roraima besitzt heute eine gute Infrastruktur unter folgenden Aspekten: Fortbildung, Gesundheit, Transportwesen und Kommunikation.

FORTBILDUNG

Hier besteht eine zufrieden stellende Struktur sowohl in der Qualität des Lehrkörpers als auch in der Quantität der Unterrichtsgebäude, die Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene vom Vorschulalter bis zum Hauptschulabschluss begleiten. Roraima ist einer der wenigen Bundesstaaten, die in die Ausbildung von Lehrern für Sonderschulen innerhalb eingeborener Kommunen investieren. Es wurden bisher 373 indianische Lehrer ausgebildet, die ausschliesslich für die Fortbildung ihrer Stammesgenossen zuständig sind.

Roraima hat eine eigene staatliche Universität, in der Akademiker und hochqualifizierte Fachleute ausgebildet werden. Die UFRR bietet ein Studium von 23 verschiedenen Fachgebieten an und setzt sich für eine Teilnahme ihrer Studenten an wissenschaftlichen Studien und der Erstellung entsprechender Laboratorien besonders ein.

Auch die allgemeine berufliche Fortbildung kommt in Roraima nicht zu kurz: Ausbildungsstätten wie SENAI, SENAR, SENAC, SEBRAE und die Escola Técnica Federal de Roraima (ETFRR) leisten gute Arbeit in der Ausbildung von Elektro-Technikern, Bau-Ingenieuren und Reisebüro-Fachleuten.

GESUNDHEIT

Hier kann Roraima auf ein dichtes Netz von Arztpraxen und Zahnkliniken, Hospitälern und Krankenstationen, sowohl in der Hauptstadt als auch im Landesinnern zurückgreifen. In Boa Vista kann die Bevölkerung sowohl mit staatlicher Assistenz als auch der von Privat-Kassen rechnen – letztere ein Segment, welches sich besonders intensiv entwickelt hat – inzwischen kann man in Boa Vista als Privatpatient schon die Dienste von 3 besonders gut ausgerüsteten Spezialkliniken in Anspruch nehmen.

Häufig vorkommende Krankheiten: Malária, Hepatitis, Tuberkulose, Onkozerkose, Leishmaniasis sowie Dengue, Cholera, AIDS, Mumps, Meningitis. Alle Angaben gemäss der lokalen Gesundheitsbehörde.

TRANSPORTWESEN

Inzwischen verfügt Roraima über ein zufrieden stellendes Verkehrswege-Netz, das eine Verbindung mit ganz Brasilien und den latein-amerikanischen Staaten möglich macht. Dieses Strassennetz baut auf nur 3 Basis-Arterien auf: den Bundesstrassen BR-174, sie verbindet Manaus mit Venezuela, der BR-210 (auch „Perimetral-Norte“ genannt), sie verbindet die Distrikte São João da Baliza, São Luiz und Caroebe, wo sie vorläufig an der Grenze zum Bundesstaat Pará endet und die BR-401. Sie verbindet die Hauptstadt Boa Vista mit Bonfim und Normandia und verbindet Brasilien mit dem Nachbarstaat Guyana. Alle anderen Strassen sind Landstrassen, die meisten von ihnen nur schwer befahrbare Erdpisten, über die jedoch tägliche Busverbindungen bis in die abgelegensten Dörfer bestehen.

KOMMUNIKATION

Der gesamte Bundesstaat ist mit einem Netz von Post- und Telefonverbindungen überzogen. Er verfügt über acht nationale TV-Kanäle, vier Radiostationen (jeweils zwei UKW und MW), drei in Roraima gedruckte Zeitungen: „Brasil Norte“, „Folha de Boa Vista“ und „O’Diário“ sowie die Online-Zeitung „BV-Online“. Das lokale Telefonsystem verbindet sämtliche Distrikte für den nationalen oder internationalen Bedarf. Mit dem Handy allerdings hapert es noch: das kann man nur innerhalb der Hauptstadt Boa Vista und einem Umkreis von 45 km benutzen.