Pakaas Novos

Veröffentlicht am 16. Oktober 2009

Dieses Naturreservat wurde von der brasilianischen Regierung am 21. September 1979 per Dekret No. 84.019 unter Naturschutz gestellt. Durch die sich schnell ausbreitende Landwirtschaft im Neugeschaffenen Bundesstaat Rondônia, wurde eine solche Massnahme zur Protektion der repräsentativen Ökosysteme der Region – einer Übergangszone zwischen „Cerrado“ (Savanne) und „Amazonas-Regenwald“ – dringend notwendig. Innerhalb dieses Areals finden sich, unter anderem, auch zwei seltene Spezies der Familie „Podocarpeae“: die Podocarpus raspiliosii und die Podocarpus selovii – beide von äusserster Seltenheit in Amazonien. Der Park besitzt eine Fläche von 764.801 Hektar (ha) – der Plan zu seiner Administration wurde 1984 ausgearbeitet.

Lage und Zugang
Das Gebiet befindet sich in der Zentral-Region des Bundesstaates Rondônia. Es erfasst die Distrikte (Municípios) Guajará-Mirim, Nova Mamoré, Campo Novo, São Miguel do Guaporé, Montenegro, Governador Jorge Texeira, Alvorada d’Oeste und Mirante da Serra, wo sich die „Serra dos Pacaás Novos“ erhebt, mit folgenden geographischen Koordinaten:  10o 30′ – 11o 50′ südlicher Breite und 62o 30′ – 64o 10′ westlicher Länge. Die Anfahrt kann per Landweg oder auf dem Fluss erfolgen – wegen der prekären Situation der Strassen BR-421 und BR-429 empfiehlt sich allerdings eine Konsultierung der IBAMA (Umweltschutz-Organisation) vor einem Besuch des Parks. Zirka zwei Drittel des Gebiets grenzen an Areale, die von den Indianern „Uru-eu-wau-wau“ und „Uru-pa-in“ bewohnt werden.

Klima
Das warme und feuchte Äquatorial-Klima beherrscht die Region, mit zwei bis drei trockenen Monaten. Die Regenzeit erstreckt sich von November bis März, mit 70% der jährlichen Niederschlagsmenge, die sich zwischen 2.000 und 2.500 mm bewegt. Im „Winter“, zwischen Juni und August, ist es relativ trocken, die mittleren Temperaturen liegen dann bei 25o C.

Vegetation
Ein wahres Mosaik aus den verschiedensten Arten. An den höher gelegenen Stellen beobachtet man ausgedehnte Flächen des „Cerrado“, während in den Tälern die typische „Hylea Amazônica“ vorherrscht. Dazwischen ausgedehnte Areale, die den Kontakt zwischen beiden Biotopen demonstrieren.

Die vorherrschende „Morphostruktur“ dieses „trockenen Hochplateaus im Süden Amazoniens“ wird von einem gewellten Relief beherrscht, mit verlängerten Bergspitzen, steilen Felsplatten und eingeebneten Gipfeln, die sich zwischen 200 und 300 m erheben. Dazwischen liegen Täler in V-Form, mit vielen offenen Quellen. Die Vegetation, innerhalb dieses Konglomerats von kleineren Gebirgen, besteht im Allgemeinen aus offenem Wald, der in eine überaus artenreiche Vegetation übergeht, an den Stellen, wo die Quellen das steile Terrain verlassen. Vorherrschend der „Florest Ombrófila Aberta Submontana“ (Wald) mit 46%. Darüber hinaus: Vegetation mit Kontakt der Savanne zur „Floresta Ombrófila“, mit 18,3%, baumbestandene Savanne, mit 8,8%, dichte Savanne, mit 8,05%, Park-Savanne, mit 7,8%, dichte „Floresta Ombrófila Submontana“, mit 6%, Gras-Savanne, mit 1,6% und andere.


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