Paranensische Küche

Veröffentlicht am 15. Oktober 2009

Auch die typische regionale Küche präsentiert ihre ganze Kunst während des „Círio-Festes“ und dazu gehören unbestritten die „Ente in Tucupí-Sauce“ (Pato no Tucupí) und das berühmte „Maniçoba“ – hier sind ein paar Einzelheiten:

„PATO NO TUCUPÍ“ ist eigentlich ein Rezept der Ureinwohner. Überhaupt ist keine regionale Küche Brasiliens so von den Indianern beeinflusst worden, wie die Küche in Pará. Die gebratene Ente wird in Stücke zerlegt und diese dann in die „Tucupí-Sauce“ gegeben und so serviert.

Tucupí kocht man aus dem giftigen Saft (weil Blausäure haltig) der Maniok-Wurzel – unbehandelt würde die gelbliche Sosse einen Menschen in wenigen Minuten töten – erst nach stundenlangem Kochen entweicht auch der kleinste Rest von Giftigkeit. Zusammen mit den gebratenen Ententeilen wird sie zur Delikatesse.

Für „MANIÇOBA“ benutzt man ebenfalls Teile der Maniok-Wurzel, nämlich die Blätter. Sie werden zerkleinert und dann tagelang gekocht (man sagt: 1 Woche lang ist gerade richtig) – das Ergebnis ist eine dunkelgrüne Masse, von nicht gerade angenehmem Anblick, aber von umso überraschenderem köstlichen Geschmack.

Das Essen in Belém ist ganz allgemein sehr schmackhaft und besonders vielseitig. Mit einer verwirrenden Vielfalt von Fisch- und Fruchtsorten, bietet eine ausgeprägte regionale Küche köstliche Gerichte, auch für einen europäischen Gaumen. Die exotischen Gewürze geben allen Speisen einen besonderen Touch:
„TACACÁ“ ist wahrscheinlich das volkstümliche Gericht im Bundesstaat Pará. Es besteht aus Sonnengetrockneten Garnelen und interessanten Gewürzen.

Der gekochte „PIRARUCÚ“, ist eine empfehlenswerte Spezialität. Dieser grösste Süsswasserfisch des Landes kann länger als 2 Meter werden und ein Gewicht von über 100 Kilogramm erreichen.

Die meisten Menus werden hier mit „Farofa“ (jenem, mit verschiedenen Gewürzen gedünstetem Maniokmehl) und einer unglaublichen Vielfalt von Früchten abgerundet: Dutzende von verschiedenen Bananensorten in verschiedener Zubereitung, Passionsfrüchten, Papayas und Mangos und ganz unbekannte wie: Muricí, Sapotí, Mangaba, Taparebá, Biribá, Baçuri, Burití, Cupuaçú und Uxí um nur einige von den 140 verschiedenen Früchten der Region zu nennen.