Aus der Wirtschaft des Bundesstaates Pará

Veröffentlicht am 15. Oktober 2009

Die wirtschaftliche Entwicklung des Bundesstaates Pará basiert auf einer Komposition von Landwirtschaft und Tierzucht, Abbau von Bodenschätzen, sammeln, ernten und verarbeiten von wildwachsenden pflanzlichen Produkten, sowie einer entsprechenden Industrie.

LANDWIRTSCHAFT
Unter den Produkten, die sich auch auf internationalen Märkten am besten durchgesetzt haben, sind Orangen, Zuckerrohr, Mais, schwarzer Pfeffer, Reis, Maniok, Kakao, Bohnen, verschiedene Waldfrüchte, Palmherz und Dende-Öl zu nennen.

VIEHZUCHT
Hier hat besonders die Hühnerzucht einen wirtschaftlich bedeutenden Impuls gegeben, gefolgt von der Rinderzucht, von Schweinen, Pferden und Büffeln.

BODENSCHÄTZE
Im brasilianischen Bundesstaat Pará finden sich Erzlager, die den Bundesstaat zu einem der grössten Exporteure der Welt gemacht haben. Unter den Mineralien sind besonders Eisen, Bauxit, Mangan, Kalk, Gold und Stanium zu nennen. Der Förderungs-Komplex „Carajás“, von Belém in süd-südwestlicher Richtung, etwa 800 km entfernt. Ein Gebiet von 429 Hektar, in den Tälern der Flüsse Rio Itacaiúnas und Rio Parauapebas, einer Übergangszone zwischen Regenwald und Savanne, ist besonders reich an Eisen, Mangan, Kupfer, Gold, Bauxit und diversen anderen Erzen. Hier fördert das brasilianische Unternehmen „Vale do Rio Doce“ 35 Millionen Tonnen pro Jahr an verschiedenen Erzen und Mineralien, die nach Japan, Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien und andere Länder exportiert werden.

Der Komplex „Carajás“ vereint in sich drei grosse Unternehmungen: die Minen – welche heute noch eine Reserve von 18 Milliarden Tonnen Mineralien enthalten, die Eisenbahn-Transportlinie – mit 890 km Länge und der Hafen „Ponta de Madeira“ – mit einer Kapazität für Schiffe bis zu 360.000 Tonnen.

INDUSTRIE

Hier sind zu nennen: Nahrungsmittel-Industrien, Holzverarbeitung und Erzförderungs-Industrie.

Das Hydroelektrische Kraftwerk von Tucuruí
Im Distrikt gleichen Namens wurde das grösste, in Eigenkonstruktion errichtete, Wasserkraftwerk Brasiliens angelegt. Die Energie, die anfängt, sich im gesamten Bundesstaat zu multiplizieren, lockt neue Investoren an und auch Besucher. An den Stränden des Rio Tocantins tummeln sich Millionen von Touristen und der Stausee des Wasserkraftwerks ist zum Eldorado der Sportangler geworden.
Der Distrikt von Tucuruí liegt 400 km auf dem Flussweg, 385 km auf dem Landweg und 185 km per Luftweg von Belém entfernt, in süd-südwestlicher Richtung. Er grenzt an die Distrikte „Baião, Novo Repartimento, Breu Branco und Pacajá“.