Alenquer

Veröffentlicht am 15. Oktober 2009

Ist eine kleine aber faszinierende Stadt, von einer besonders interessanten Landschaft Amazoniens umgeben. Innerhalb ihrer Distriktgrenzen gibt es einige Dutzend schönster Wasserfälle, zwischen Stromschnellen von geringem Gefälle bis hin zu gewaltigen Exemplaren, die aus 70 m Höhe ihren Wasserstrom herabstürzen. In der Stadt selbst gibt es historische Gebäude, deren Architektur vom Neo-Klassizismus bis zum Barock zurückreicht und im nahen Gebirge archäologische Fundstätten, mit Inschriften und Felsmalereien, die mehr als 11.000 Jahre alt sind.

„Alenquer“ ist auch einer der mysteriösesten Orte Brasiliens: in der Nähe befinden sich Arenit-Formationen, die man die „Verlorene Steinerne Stadt Amazoniens“ genannt hat: hier findet man Portale, Mauern, Säulen, Grotten, Kapellen und noch eine Reihe anderer Formationen, die die Fantasie anregen und das Gesetz der Schwerkraft scheinbar provozieren. Unwillkürlich drängt sich dem Besucher der Vergleich mit einer verlorenen Stadt auf – der „Cidade dos Deuses da Amazônia“, wie sie die lokalen Bewohner nennen. Einmal pro Jahr dekoriert die Natur die „Stadt der Götter Amazoniens“ mit wunderschönen Orchideen.

Der WasserfallBem Fica“ ist ebenfalls eine besondere Attraktion des Distrikts – mit 15 m Höhe und gewaltigen 100 m Breite – dafür muss man allerdings ein Opfer bringen: 10 Kilometer Wanderung auf einem Pfad bis zum Fall. Er gehört zum Rio Curuá und ist von Stränden und Natur-Pools umgeben!

Der „Chuva de Prata“ allerdings schlägt sie alle: aus 70 m Höhe, in freiem Fall, stürzt er herab  – umgeben von Felsen, die bis zu 100 m hoch gegen den Himmel ragen. Der ebenfalls etwa 10 km lange Anmarsch ist besonders interessant, denn unterwegs kann man viele verschiedene Orchideen und Bromelienarten entdecken.