Tourismus im Pantanal

Veröffentlicht am 17. Oktober 2009

Grundsätzlich möchten wir festhalten, dass wir in unserer Beschreibung von der Gesamtfläche des Pantanal sprechen – also staatsübergreifend, das heisst: dem Pantanal von Mato Grosso inklusive Mato Grosso do Sul und bei den allgemeingültigen Beschreibungen auch landesübergreifend: auf den Teil von Argentinien, Paraguay und Bolivien.

Von den 1,5 Millionen Touristen, die das Pantanal pro Jahr wegen seiner Naturschönheiten besuchen (in diesem Fall Mato Grosso und Mato Grosso do Sul), sind 60% Ausländer: Deutsche, Schweizer, Spanier, in der Mehrzahl, welche die Fauna und Flora dieses ökologischen Sanktuariums kennen lernen wollen. Die Mehrzahl dieser ausländischen Touristen wird von Reiseagenturen in ihren Heimatländern angeworben. Die Nachfrage stieg gleich nach der „ECO-92“, als Naturschützer und Adepten des Ökotourismus auf Brasilien aufmerksam geworden waren. Mit steigender Tendenz wird heute von diesen ausländischen Gästen, neben den eher traditionellen touristischen Zielen Brasiliens, wie Rio, Bahia und Iguaçú, das Pantanal in ihr Rundreise-Programm aufgenommen. Vom Bundesstaat Mato Grosso do Sul liegen Zahlen vor, die belegen, dass der dortige Teil des Pantanal, (er ist kleiner als der Teil von Nord-Mato-Grosso), auf eine Jahresbilanz von USD 120 Millionen Umsatz kommt. Die Aufenthaltsdauer eines Besuchers im Pantanal liegt durchschnittlich bei 5 Tagen – eine Zahl, die Zweieinhalbfach höher liegt als zum Beispiel bei dem Besuch von Foz do Iguaçú. Die Ausgaben pro Kopf eines ausländischen Touristen liegen um USD 350.00 – das ist fast das Dreifache von dem, was der Gast an anderen Zielen durchschnittlich ausgibt – nämlich USD 105.00.

„Campo Grande“ im Südosten, „Corumbá“ im Südwesten und „Cuiabá“ im Norden, sind die Tore für einen Besuch des Pantanal. Weitgestreute Lodges können kleinen Gruppen von Besuchern eine sehr simple touristische Infrastruktur bieten, die im allgemeinen mit der Struktur von Amazonas-Lodges nicht verglichen werden kann – deshalb empfehlen wir auch nur wenige, die im Vergleich mit den anderen Pantanal-Lodges, zu den Spitzenunterkünften in dieser Region gehören. Dass sie trotzdem nur für kleine Gruppen Platz bieten, geschieht auch aus Rücksichtnahme auf die geschützte Fauna.

nach obenDAS SOLLTEN SIE INS PANTANAL MITBRINGEN

Hier im „Pantanal“ können Sie nicht alles einkaufen, deshalb kommen Sie bitte gut vorbereitet:
Da Ihr Aufenthalt wahrscheinlich in die Ebbe/Trockenzeit – zwischen Mai bis Oktober fallen wird – stimmen Sie Ihre Kleidung auf warme Tage und recht kühle Nächte ab.

  • Lange Hosen und langärmlige Hemden und Blusen sind ein wirkungsvoller Schutz gegen Moskitos. Keine Angst: sie plagen einen in dieser Zeit nicht allzu sehr! Als gutes Mittel zum Einreiben empfehlen wir „Autan“.
  • Eine Kopfbedeckung als Sonnenschutz, eine Sonnenbrille, leichte, Regenabweisende Kleidung, Turnschuhe oder leichte Stiefel, einen Pullover für kühle Abende – damit wären Sie bereits bestens gerüstet.
  • Ein Fernglas, eine starke Taschenlampe und einen Reisewecker, um vor Sonnenaufgang aufstehen zu können, wären eine nützliche Ergänzung.
  • Und vergessen Sie Ihre Kamera nicht mit einem Teleobjektiv auszurüsten: 400 mm reichen aus, um an die nicht allzu scheuen Tiere bildfüllend ranzukommen.

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