Pantanal de Poconé

Veröffentlicht am 17. Oktober 2009

Dieses Gebiet liegt zwischen den Flüssen Rio Cuiabá und Rio Paraguai und erstreckt sich nach Süden bis zum „Parque Nacional do Pantanal Mato Grossense“ – dem Nationalpark Pantanal. Bedeutendste Stadt in diesem Gebiet ist „Poconé“, an der nördlichen Pantanal-Peripherie – 100 km südlich von Cuiabá. Auf dem Weg dorthin kommt man durch den Flecken „Nossa Senhora de Livramento“, in der es einige Remineszensen aus der Kolonialzeit gibt – heute ist der Ort grösster Bananen-Produzent.

In dieser Region liegt auch der „Maciço Cuiabá/Cáceres“, ein goldhaltiger Gebirgszug, dessen Ausbeuter verantwortlich waren für die Flussverschmutzung, und die an ihren Ufern verschiedene Krater zurückliess. Die „Transpantaneira“ ist die einzige Landverbindung in dieses Gebiet – sie ist eine Erdpiste und endet, nach 147 km und 126 Holzbrücken, in dem Flecken „Porto Jofre“, am Ufer des Rio Cuiabá – am jenseitigen Ufer beginnt dann das „Süd-Pantanal“.

Der Ort “Poconé” (31.118 Einwohner, 10/2007) liegt auf 142 m Höhe, 102 km von der Hauptstadt Cuiabá entfernt, erreichbar über die asphaltierte MT-060 Landstrasse, in gutem Zustand. Es gibt nichts besonderes zu sehen in Poconé, wer von ausserhalb hierher kommt, der sucht entweder nach Gold oder den Anfang der Transpantaneira-Piste (die Goldsuche hat man inzwischen, Gott sei Dank, von behördlicher Seite aus Gründen des Naturschutzes unterbunden!) Das Kunsthandwerk der Einheimischen ist beliebt: sie stellen alle möglichen Pantanal-Tiere aus Keramik und Holz her. Ausserdem Körbe und Teppiche aus “Taquara” (Schilfrohr) und ein lokales Saiteninstrument, dass man “Viola de Cocho” (Schoss-Violine) nennt – es wird bei folkloristischen Präsentationen eingesetzt.