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Kürzel: MTHauptstadt: Cuiabá Telefonieren: Wichtige Nummern Bevölkerungszahl: 2.854.642 (Stand 11/2007) Distrikte: 22 Städte: 139 Grösse/km2: 903.358 km2 Strassen/km: 82.004 Bevölkerungsdichte/km2: 3,16 Einw./km2 Kunsthandwerk/Souvenirs: indianische Kunstgegenstände Wirtschaft: Viehzucht, Zuckerrohr, Soja, Mais, Maniok, Tourismus Lokale Bezeichnung für Einwohner: "MATO-GROSSENSE" Rio Cuiabá, Rio Paraguai, Rio Araguaia, Rio das Mortes, Rio Piqueri, Rio São Lourenço, Rio Xingu, Rio Tele Pires, Rio Juruena. Geografische Fläche 906.806,9 km², das sind 10,6% der brasilianischen Gesamtfläche. Das Relief präsentiert eine Hoch- und eine Tiefebene. Die Hochebene, im Norden, erreicht Höhen zwischen 400 und 800 Meter – der südliche Teil dieser Hochebene heisst "Chapada dos Parecis" und der westliche "Serra do Roncador". Die Tiefebene liegt am mittleren Lauf des "Rio Araguaia", im Grenzgebiet zwischen Mato Grosso und Goiás. Sie wird gewöhnlich einmal pro Jahr überschwemmt und durch die von der Flut hinterlassenen Sedimente äusserst fruchtbar. Höchste Erhebung 1.118,0 Meter. Das Relief des Territoriums von Mata Grosso setzt sich aus neun grossen geo-morphologischen Einheiten zusammen: dem "Planalto dos Parecis", dem "Planalto da Bacia Sedimentar do Paraná", den "Planaltos Residuais do Alto Paraguai-Guaporé", dem "Planalto da Amazônia Meridional", den "Depressões do Araguaia-Tocantins", den "Depressões do Alto Paraguai-Guaporé", den "Planícies e Pantanais Matogrossenses", den ”Planaltos Residuais da Amazônia Meridional" und der "Planície do Bananal". Klima Äquatorial und tropisch – das erstere beherrscht den zentralen Norden des Bundesstaates mit prädominanten hohen Temperaturen – besonders im Sommer – und die Niederschlagsmenge steigt hier auf 2.000 bis 2.750 mm pro Jahr. Das tropische Klima dagegen präsentiert eine starke Niederschlagskonzentration währen des Sommers, Trockenzeit während des Winters (November bis März), mit Temperaturrückgang in den höher gelegenen Gebieten. Die jährliche Niederschlagsmenge in der Hauptstadt Cuiabá beträgt 113,74 mm. Temperaturen Maximum in Cuiabá 38,5º C, Minimum in Cuiabá 21,7º C. Mittlere Jahrestemperatur 30º C. Vegetation Der nördliche Teil des Bundesstaates ist von Amazonas-Regenwald bedeckt, das Übergangsgebiet mit der Vegetation des Cerrado – im "Pantanal" überwiegen die "Campos". Die Waldgebiete nehmen 47% ein, die Cerrados 39% und die Campos 14% der Gesamtfläche. Bevölkerung Analphabeten rund 18% – 80% leben in Städten – 51% sind Männer. 40% Weisse, 5% Schwarze, 52% Mestizen, 2,5% Indianer und Asiaten,keine Angaben. Der Bundesstaat präsentiert die grösste Ureinwohner-Konzentration des Landes, mit über 40 Indianerstämmen. Infrastruktur Das Strassennetz hat insgesamt 82.004 km Länge, davon sind 4.029,90 km asphaltiert (4,9%). Die wichtigsten sind die Bundesstrassen, welche die Hauptstadt Cuiabá mit Santarém/Pará verbinden (BR-163), mit Porto Velho/Rondônia (BR-364) und mit Campo Grande/Mato Grosso do Sul (auch die BR-364). Der Bundesstaat hat keine Eisenbahn und nutzt die Flussverbindungen für Transporte lediglich auf dem "Rio Paraguai". Die im Bundesstaat verbrauchte elektrische Energie wird von Wasserkraftwerken und Thermo-elektrischen Anlagen produziert, deren Gesamtkapazität 436 Millionen MW erreicht. Hydrografische Aspekte Das hydrografische Becken von Mato Grosso verteilt sich zu einem Teil auf das Amazonas-Becken, mit 615.020,1 km². Zu einem Teil auf das Becken des Rio Tocantins, mit 116,486,5 km², zu einem Teil auf das Becken des Rio Paraná, mit 175.300,3 km² = Gesamt 906.806,9 km². Der "Rio Cuiabá" entspringt einer Quelle im Nordwesten der "Serra Azul" und ist der wichtigste Zufluss des "Rio Paraguai" in brasilianischem Territorium. Er hat eine Länge von 945 km und bewässert die beiden Bundesstaaten Mato Grosso und Mato Grosso do Sul. Er ist befahrbar von Cuiabá bis hinunter zum "Rio Paraguai". Auf ihm gelangt man sowohl ins Pantanal als auch zum Fuss der "Serra dos Guimarães. Sein Wasser beliefert verschiedene Städte an seinen Ufern – seine Fische ernähren in erster Linie die Uferbevölkerung. In der Regenzeit überflutet er Felder und Lagunen und bewirkt so die Kontinuität der Biovielfalt in der Ebene des Pantanal. Fauna Das Nord-Pantanal präsentiert eine Vielfalt von Fauna, die teilweise auch im typischen Cerrado anzutreffen ist. Unter den Säugetieren sind häufig: Der gefleckte Jaguar (panthera onca), der Sumpfhirsch (Blastocerus dichtotomus), das Wasserschwein (Hydrochoerus hydrochoeris), der grosse Ameisenbär (Myrmecophaga tridactyla), der südamerikanische Mähnenwolf (Chrysocyon brachyurus), der Flussotter (Pteronura brasiliensis), das "Paca" (Coelogenis paca), der Ozelot (Leopardus pardalis) und verschiedene Arten von Primaten. Unter den Vögeln: Der Jabiru-Storch (Jabiru myctera), der grosse weisse Reiher (Egretta alba), der Manguari-Storch (Ardea cocoi), der grosse Eisvogel (Ceryle torquata), der Hyazinth-Ara (Anodorhynchus hyazinthinus), der Toco-Tukan (Ramphastus toco), der "Ema-Strauss" (Rhea americana), der Inhambu (Chauna torquata). Unter den Reptilien: der Brillenkaiman (Caiman crocodylus), die Anaconda (Eunectes noctaeus), die Königsschlange (Boa constrictor). Unter den Fischen: Der "Pacu" (Piaractus mesopotamicus), der "Dourado" (Salminus maxillosus), der "Surubim" (Memisorubim platryhynchus), der "Pintado" (Pseudoplastystoma corruscans), der "Jaú" (Paulicea luetkeni), die "Piraputanga" (Brycon microlepis) und verschiedene "Piranhas (Pygocentrus natteri). Wirtschaft Seine Wirtschaft basiert auf Landwirtschaft, Viehzucht und Extraktivismus. In der Landwirtschaft sind Zuckerrohr, Soja, Reis, Baumwolle, Mais, Maniok, Guaraná, Kakao, Kaffee und andere Hülsenfrüchte bedeutende Faktoren. Der vegetative Extraktivismus fördert Latex, Paranüsse (in "Alta Floresta"), Holz (in den Distrikten "Sinop, Colider" und "Alta Floresta"), "Babaçu" und "Ipecacuanha" oder "Poaia" (vom Gebiet "Alto Guaporé-Jauru"). Die Mineralien-Förderung produziert Kalk, Cassiterit (Distrikt von Aripuanã), Gold und Diamanten (Distrikte Nortelândia, Arenápolis, Itiquira und am Fluss "Teles Pires"). In der Viehzucht ist Mato Grosso die Nummer Vier in Brasilien, mit einer Herde von rund 14,5 Millionen Stück Rindvieh, 1 Million Schweinen, 185.000 Pferden und einer Geflügelzucht von 7,1 Millionen Stück. Die industrielle Aktivität ist unbedeutend – in erster Linie Lebensmittel und Verarbeitung nicht-metallischer Mineralstoffe, sowie Holzindustrie. Tourismus Der Ökotourismus ist auch in Mato Grosso ein bedeutender zusätzlicher Wirtschaftsfaktor mit steigender Tendenz. In letzter Zeit zeigt sich neben dem "Pantanal" auch eine stärkere touristische Frequenz im "Parque Nacional da Chapada dos Guimarães", 60 km nordöstlich von Cuiabá. Erwähnenswert für Sportfischer: In Mato Grosso finden sich Brasiliens bevorzugte Lokalitäten für den Sportangler – in "Alta Floresta"/Amazonasgebiet, in "Barão de Melgaço", in "Cáceres" und im "Pantanal". Am Ufer des "Rio Paraguai", in "Cáceres", wird jährlich das "Internationale Festival des Angelsports" veranstaltet, mit Teilnehmern aus allen Teilen der Welt. Eine Veranstaltung, die als die grösste und bedeutendste ihrer Art im Guiness-Buch der Rekorde eingetragen ist.
Distrikt: Alta Floresta |
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