Mineiros

Veröffentlicht am 16. Oktober 2009

Die kleine Stadt liegt auf 750 Metern Höhe, 420 km von Goiânia entfernt, in westlicher Richtung. Anfahrt von Goiânia auf den Bundesstrassen BR-364 und BR-060.

„Mineiros“ liegt in der landschaftlich sehr reizvollen „Serra dos Caiapós“ – einem Gebirge, welches nach einem Indianervolk benannt ist, deren Nachfahren heute im Xingú-Nationalpark (Mato Grosso) ein neues Zuhause gefunden haben.

Im Distrikt von „Mineiros“ befindet sich eine bedeutende Wasserscheide – mehr als 2.000 (zweitausend) Quellen entspringen in der Gebirgslandschaft, die gemeinsam zahlreiche Flüsse bilden, deren bedeutendster der majestätische und mysteriöse „Rio Araguaia“ ist – mit 2.600 km Länge eine der mächtigsten Komponenten des Amazonasbeckens.

Aber auch die kleineren Flüsse der Region, wie der „Rio Formoso“ und der „Rio Jacuba“ entspringen hier oben – bewässern in ihrem Verlauf die letzte Zuflucht des unverfälschten Cerrado, den „Parque Nacional das Emas“, bevor sie, über zahlreiche Wasserfälle und Stromschnellen springend, durch schmale Canyons gepresst und durch grasbedeckte Ebenen schlängelnd, sich schliesslich im „Rio da Prata“ verlieren.

Die Stadt ist eine der am besten Infrastrukturierten der Region. Die Bewohner sind vorwiegend in der Landwirtschaft tätig, mit neuester Technologie und modernstem Gerät erwirtschaften sie eine der bedeutendsten Produktionen des Bundesstaates Goiás, in erster Linie Hülsenfrüchte und Rinderhaltung (auch Milchvieh). Die Administration der kleinen Stadt ist vorbildlich und die ganze Reihe kultureller und erzieherischer Einrichtungen ist vorhanden – von der Kinderkrippe bis zur Universität!

Ausser dem schon beschriebenen Nationalpark gibt es in der landschaftlich sehr reizvollen Umgebung noch einiges mehr zu sehen – hier eine kurze Aufstellung der empfehlenswerten Sehenswürdigkeiten:

63 km von Mineiros befindet sich der „Pedra Aparada“, eine sowohl vom ökologischen als auch archäologischen Standpunkt aus hoch interessante Stätte.

„Cedro“ und „Buração“ sind Kommunen, in denen Abkömmlinge ehemaliger Negersklaven in ihrer traditionellen Art von der Landwirtschaft zur Selbsterhaltung und ein bisschen zusätzlichem Kunsthandwerk, existieren. Ihre Siedlungen stehen unter historischem Denkmalschutz!

Eine imponente Serie von Wasserfällen, mit 5 m bis 49 m Fallhöhen, innerhalb unglaublich schöner Landschaften, gehört ebenfalls zu den Attraktionen dieser Region im Cerrado von Goiás. Hier kann man tagelange Wanderungen zusammenstellen, während der man sich immer wieder in dem einen oder anderen Wasserfall erfrischen oder den vielen Flüssen schwimmen kann. Auch für Abenteurer und an radikalen Sportarten Interessierte gibt es hier viel zu erleben.