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Kürzel: GOHauptstadt: Goiânia Telefonieren: Wichtige Nummern Bevölkerungszahl: 6.003.788 (Stand 11/2010) Distrikte: 18 Städte: 246 Grösse/km2: 340.103 km2 Strassen/km: 87.107 Bevölkerungsdichte/km2: 17,65 Einw./km2 Kunsthandwerk/Souvenirs: Holzwolle, Speckstein, Keramik Wirtschaft: Viehzucht, Reis, Kaffee, Landwirtschaft Lokale Bezeichnung für Einwohner: "GOIANO" Rio Paranaiba, Rio Aporé, Rio Araguaia, Rio São Marcos, Rio Corumbá, Rio Claro, Rio Paraná, Rio Maranhão. Geografische Fläche Integriert im so genannten "Brasilianischen Zentral-Plateau", mit kristallinen und alt-sedimentären Territorien, abgeflachten Gebirgsformationen und Hochebenen, die von der Erosion stark angegriffen sind. Nur der extreme Süden gehört noch zum "Meridional-Plateau", aus Arenit und Basalt. Der grösste Teil der Fläche hat eine Höhe zwischen 300 und 900 m – und erreicht mehr als 1.000 m im Osten, mit der "Chapada dos Veadeiros" (1.678 m), und im Süden, mit der "Serra dos Pireneus" (1.395 m). Eine Tiefebene befindet sich am mittleren Araguaia, in der Grenzregion zwischen Goiás und Mato Grosso, die regelmässig überschwemmt wird. Klima Tropisch – mit einer Trocken- und einer Regenperiode (November bis März). Niederschläge um 1.400 mm pro Jahr. Temperaturen Mittlere Jahrestemperatur liegt bei 24º, mittleres Minimum 18° C und mittleres Maximum 30° C. Vegetation Die charakteristische Vegetation von Goiás ist der "Cerrado" (siehe Erklärung bei "Brasília"). Eine Waldregion gibt es im zentralen Norden, im Westen von Anápolis und Goiás, bekannt unter der Bezeichnung "Mato Grosso de Goiás" – sie ist von grosser wirtschaftlicher Bedeutung. Die häufigen vegetativen Arten sind: der "Jatobá" (Hymenaea courbaril), die Palme "Guariroba", die ein Palmmark liefert, das lokal sehr beliebt ist, der "Copaíba" (Copaifera officinalis, Lin.), der "Jacarandá" (Jacaranda cuspifolia) und der "Canela" (Fam. Ocoteae). In den Tälern der Flüsse "Rio Paranaíba" im Süden, "Tocantins" im Osten und dem "Araguaia" im Westen, finden sich ebenfalls Wälder, jedoch mit anderem Baumbestand, wie zum Beispiel dem "Angico" (Piptadenia rigida), dem "Aroeira" (Litraea brasiliensis) und dem "Sucupira-Vermelha" (Bowdichia virgilioides). Bevölkerung Analphabeten 17,78%, Stadtbewohner 87,8%, Frauen 50,1%, Weisse 45,3%, Schwarze 3,9%, Mestizen 47,5%, Indianer und Asiaten 0,3%. Es gibt im Bundesstaat 4 Indianer-Reservate, sie befinden sich in den Distrikten "Aruanã, Cavalcante, Manaçu, Colinas do Sul, Nova América" und "Rubiataba". Strassennetz Das Strassennetz hat insgesamt 87.107 km Länge, davon sind 3.400 km Bundesstrassen (BR), 18.610 km staatliche Strassen und 65.097 km Munizipalstrassen. Von diesem Ganzen sind 7.822 km asphaltiert. Einige der wichtigsten Strassen: Die Bundesstrasse BR-153, auch unter dem Namen "Belém-Brasília" bekannt, sie durchschneidet das Land von Nord nach Süd, die staatliche GO-060, sie verbindet Aragarças mit der Hauptstadt Goiânia, die BR-020, sie verbindet den Nordosten von Goiás mit der Westregion von Bahia und mit Brasília. Die BR-060, verbindet Santa Rita do Araguaia und Rio Verde mit Goiânia, die BR-452, verbindet Rio Verde mit Itumbira und führt weiter bis Uberlândia/Minas Gerais, die BR-364, verbindet Jataí in Uberlândia und durchquert die Stadt São Simão. Eisenbahn Das Schienennetz hat bescheidene 300 km Länge innerhalb des Bundesstaates. Verbindungen zwischen Goânia und Brasília und mit Minas Gerais und von da zum übrigen Schienenetz des Systems "Centro-Sul" und auch zum Export-Korridor Brasília-Vitória auf der Schiene der Gesellschaft "Centro-Leste". Andere Verbindungen Das Wasserwege-Netz zählt auf den "Rio Araguaia" – noch wenig genutzt – und den "Rio Paranaíba", um zum Beispiel Saatgut von "São Simão", in Goiás, bis nach "Santa Maria da Serra", in São Paulo verschiffen zu können. Eine andere Option ist der Wasserweg "Araguaia-Tocantins", in Vorbereitung, der Goiás an die Wasserstrasse "Tietê-Pontal da Madeira", in Maranhão, anschliessen wird. Der Bundesstaat besitzt verschiedene Flughäfen in verschiedenen Distrikten. Auf dem Flughafen der Hauptstadt Goiânia sind alle Airlines des Landes vertreten, die täglich mit allen Hauptstädten Brasiliens Verbindung halten und als Ausweichflughafen für Brasília (Entfernung 200 km) konzipiert ist. 1998 wurde im Bundesstaat das grösste, mit optischer Faser ausgestattete Telefonnetz verlegt – 6.000 km! Hydrografische Aspekte Im Staatsgebiet befinden sich 10 Wasserkraftwerke, deren Produktion von den "Centrais Elétricas de Goiás (CELG)" verteilt wird. Die wichtigsten sind: "Cachoeira Dourada, São Domingos, Serra da Mesa" und "Corumbá I", welche den Regierungsdistrikt Brasília und die Region Südosten versorgen. Fauna Unter der Fauna finden sich mehrere Spezies auf der Liste der gefährdeten Arten, unter ihnen: der "Lobo-Guará" (Mähnenwolf), der "Cachorro-do-Mato-Vinagre" (essigfarbener Waldhund), das "Tamanduá-Bandeira" (grosser Ameisenbär), der "Veado-Campeiro" (Hirsch), das "Tatu-Canastra" (grosses Gürteltier), die "Ariranha" (Flussotter) und der "Cervo" (Hirsch). Wirtschaft Das Hauptgewicht liegt auf der Landwirtschaft, der Viehzucht und einiger Industrie. Erstere steht mit der Soja-Produktion in den ersten Reihen brasilianischer Bundesstaaten! Mais, Reis, Bohnen, Baumwolle, Sago, Weizen, Zuckerrohr, Tomaten, Maniok, Knoblauch und Zitrusfrüchte haben ebenfalls eine grosse wirtschaftliche Bedeutung. Die wichtigste landwirtschaftliche Region befindet sich im Norden des Bundesstaates, westlich von Anápolis und Goiânia, die man auch "Mato Grosso von Goiás" nennt: hier betreibt man eine diversifizierte Landwirtschaft. Das Tal des "Rio Paranaiba" ist die zweitwichtigste wirtschaftliche Region – grösster Produzent von Reis und Ananas. Der vegetative Extrativismus umfasst "Babaçu" (Orbignia martiana), Rinde vom "Angico" (Piptadenia rigida), "Pequi" (Caryocar brasiliensis, Camb.) und Holz, besonders "Mogno" (Swietenia mahagoni). Die Viehzucht glänzt mit der drittgrössten Herde Brasiliens – rund 18,5 Millionen Rinder, die Zucht von Schlachtrindern ist von fundamentaler Bedeutung für die Wirtschaft. Auch die Milchviehherde ist extrem gross und konzentriert sich im "Cerrado". Schweine (+/- 2 Millionen), Büffel (rund 50 Tausend), Pferde (rund 460 Tausend), Schafe (rund 90 Tausend), darüber hinaus Esel, Maultiere und Federvieh, ergänzen die Viehzucht. Im Goiás befinden sich Minen und Fundstätten von Kalk, Titan, Asbest, Nickel, Kupfer, Granit, Eisen, Stanium, Zink, Phosphat, Zyanid, Vermikulit, Mangan, Dolomit, Talkum, Quarz, Chromit, Gold, Felskristall, Mineralwasser, Thermalwasser, Smaragd, Aquamarin und Magnetit. Die extraktive und nicht-metallische Mineralien verarbeitende Industrie, die Lebensmittel-, Metallverarbeitende, chemische, Textil-, Getränke-, Holz-, grafische Industrie und das Verlagswesen, sind von wirtschaftlicher Bedeutung. Die Distrikte "Anápolis, Itumbiara, Catalão, São Simão, Aparecida de Goiânia, Mineiros, Luziânia, Ipameri, Goianira, Posse, Porangatu, Iporá" und "Santo Antônio do Descoberto" verfügen über lokale Industrien. In "Goianira", 22 km von der Hauptstadt, wächst ein neuer Industrie-Pol für die Schuh-Herstellung und Lederverarbeitung heran.
Distrikt: Anápolis |
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